Logo des Gipfeltreffens der Völker / Copyright: Cúpula dos Povos

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In den nächsten Monaten werden in Lateinamerika fünf Gipfeltreffen stattfinden: das Gipfeltreffen in Cartagena (Kolumbien), das Gipfeltreffen der Völker (Cúpula dos Povos) in Rio de Janeiro, das Gipfeltreffen in Mexiko, das in Santiago de Chile und das Gipfeltreffen der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC).

Für den Aktivisten Henrique Daza der Kontinentalen Sozialen Allianz (Aliança Social Continental) sei es besonders wichtig, dass man zu diesen Versammlungen eine gemeinsame Botschaft hinsichtlich der eigenen Region und der weltweiten Situation mitbringe.

Daza hob die Sorge der Länder bezüglich der Frage der Militarisierung und Politik der der Vereinigten Staaten zur Förderung des freien Handels hervor. „Uns besorgt die Verantwortungslosigkeit multinationaler Unternehmen und der Verlust der Ernährungssouveränität. Diese Problematik soll auf den Gipfeltreffen vorgetragen werden“, so Daza.

Bezüglich der Weltwirtschaftkrise und des weltweiten Klimas fasste er zusammen, dass internationale Organisationen noch keine ausreichenden Antworten darauf gegeben hätten. Aus diesem Grund verteidigte Daza, dass genau diese Themen auf dem Gipfeltreffen der Völker thematisiert werden, einer Versammlung die parallel zur Konferenz Rio+20 im Juni stattfinden wird.

Daza ist einer der Sprecher des Komitees der Zivilgesellschaft auf der Konferenz Rio+20. Für ihn seien die Regierungen noch nicht entschlossen genug, ein neues Entwicklungsmodell und eine neue Struktur für die internationale Wirtschaft einzuführen. Als Sprecher für die Zivilgesellschaft wolle er verlangen, dass tiefgehende und reale Veränderungen zugunsten der Mehrheit der Bevölkerungen realisiert werden.

Die Konferenz Rio+20 hätte eine besondere Verantwortung bezüglich aktueller Umweltfragen, da man dort über nachhaltiges Wachstum verbunden mit der Green Economy als Antwort auf die Umweltprobleme, die durch klimatische Veränderungen hervorgerufen wurde, diskutieren werde.

Des Weiteren stellte er fest, dass bis lang in keiner der vergangenen internationalen Gipfeltreffen Entscheidungen getroffen wurden, die in der Praxis tatsächlich Anwendung finden können. (ds)