Weil Brasilien keine langfristigen Verträge abschließt, wird das importierte Gas wird immer teurer für das Land. / Copyright: Agência Brasil
Weil Brasilien keine langfristigen Verträge abschließt, wird das importierte Gas wird immer teurer für das Land. / Copyright: Agência Brasil

Weil Brasilien keine langfristigen Verträge abschließt, wird das importierte Gas wird immer teurer für das Land. / Copyright: Agência Brasil

Der Import von Flüssig-Naturgas (Gás Natural Liquefeito) in Brasilien zum Zwecke der Energiegewinnung ist keineswegs nur vorrübergehend. Vielmehr hat sich die Einfuhr von Gas neben Erdöl zum dauerhaften Faktor bei der Stromversorgung entwickelt. Dies gab eine Studie der brasilianischen Bundesagentur für Erdöl (Agência Nacional do Petróleo, kurz: ANP) am Dienstag (21.05.) bekannt.

Dieser Zustand aber verursache hohe und unnötige Kosten, so die ANP. Ursprünglich wurde Flüssiggas nur als Ersatz bei Versorgungsengpässen bei der Stromerzeugung zugekauft. Demnach unterlag der Kaufpreis dem jeweiligen Marktpreis. Laut der Studie betrug der Preis für eine Million BTU, der Einheit für Flüssiggas (British thermal unit), zu Beginn des Jahres 2013 bei rund 18 US-Dollar (rund 14 Euro). Jedoch betrug der Durchschnittswert einer Millionen BTU vergangenes Jahr 12,91 US-Dollar (circa zehn Euro). Da Brasilien aber keine dauerhaften Verträge abgeschlossen hat, sondern nur zum aktuellen Marktpreis kauft, verursacht der Import, für den die brasilianische Petrobrás zuständig ist, unnötig hohe Ausgaben.

Erst im Januar hat das Ministerium für Bergbau und Energie für zwei weitere Jahre ihre Genehmigung erteilt, Flüssiggas zum aktuellen Markpreis zu importieren. Laut ANP habe die die Regierung Probleme damit, die Tatsache einzugestehen, dass sie vom dauerhaften Import von Flüssiggas abhängig sei und die Stromerzeugung derzeit immer weniger aus heimischen Energiequellen decken könne. Doch geringe Niederschläge haben in der Vergangenheit immer wieder zu leeren Talsperren geführt und so die Stromgewinnung beeinträchtigt. Auch die geringe Produktivität der Petrobrás, die momentan Anlagen wartet und modernisiert, führt zu Engpässen. (ms)