Chinesische Neufabrikate der Marke Chery verkauften sich 2011 gut in Brasilien / Copyright: Wikimedia Commons, A. Berezhnyi

Fabrikate des chinesischen Herstellers Chery verkauften sich 2011 gut in Brasilien / Copyright: Wikimedia Commons, A. Berezhnyi

Die Anzahl der importierten Autos, die in Brasilien im Jahr 2011 erworben wurden, ist um 87,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Nach der gestrigen (11.01.) Bilanz, die von der Brasilianischen Gesellschaft der Importunternehmen von Automobilen (Associação Brasileira das Empresas Importadoras de Veículos Automotores, kurz: Abeiva) veröffentlicht wurde, wurden insgesamt 199.366 Fahrzeuge im letzten Jahr erstanden (2010: 106.360 Fahrzeuge). Der Anteil der importierten Fahrzeuge am nationalen Automobilmarkt machte 5,82 Prozent aus. Auch im Monat Dezember war ein Wachstum gegenüber dem Monat November von 26,8 Prozent zu verzeichnen.

Laut José Luiz Gandini, dem Präsidenten der Abeiva, ist es noch zu früh um Prognosen für 2012 zu machen. Dennoch werde der Markt, seinen Einschätzungen nach, um etwa 20 Prozent fallen. Abeivas Schätzungen zufolge, könne der Preis von importierten Modellen um bis zu 28 Prozent steigen aufgrund des neuen erhöhten Steuersatzes für importierte industrialisierte Produkte (Imposto sobre Produtos Industrializados, kurz: IPI), der seit Mitte Dezember in Kraft getreten ist, ansteigen.

Erst ab etwa dem dritten Monat, so Gandini, könnten die Autohäuser und -vertragshändler jedoch wirklich abschätzen, wie sich der neue IPI auf den Verkauf ausgewirkt habe. Bisher haben die Automobilverkäufer immer noch Fahrzeuge auf Lager gehabt und konnten somit vorerst kleine Erhöhungen ansetzen. Ab Februar aber dürften die Preise um zwischen 15 und 28 Prozent ansteigen, so Gandini. Er erwartet ein schwieriges Jahr für importierte Fahrzeuge, da ihre Wettbewerbsfähigkeit abnehmen werde. (jv)