Der Minister für Außenhandel Brasiliens sieht Vorteile im hohen Dollarkurs für die brasilianische Industrie auch im Inland. / Copyright: Wikimedia Commons, SteKrueBe

Während viele über den hohen Dollarkurs gegenüber dem brasilianischen Real klagen, sieht der Außenhandelsminister Brasiliens Armando Monteiro (Ministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel) auch Positives darin – für die brasilianischen Exporte. „Wir stellen dies nicht nur in der Handelsbilanz fest, sondern sehen es auch bei den Unternehmen selbst. Die Unternehmen setzen heute wieder auf Export“, so der Minister.

Aufgrund der Unsicherheiten um China und Griechenland stieg die nord-amerikanische Währung am Donnerstag (8.07) auf einen Kurs von 3,234 Reais. Dies gilt als der höchste Wechselkurs seit dem 27. März dieses Jahres (3,241 Reais).

Laut dem Minister kommt diese Entwicklung der brasilianischen Industrie sehr gelegen. „Lange Zeit musste die Industrie einen hohen Preis zahlen, doch jetzt scheint es so, als ob der Exportsektor einen günstigeren Wechselkurs hat.“ Die aktuelle Situation werde nicht nur die Verkäufe ins Ausland vorantreiben, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit der nationalen Produkte im Inlandsmarkt verbessern. „Die brasilianischen Produkte werden wieder mehr Bedeutung gegenüber importierten Waren gewinnen, das ist sehr wichtig.“

Monteiro bestätigte zudem, dass die Regierung daran arbeite, Brasilien neu auf dem Weltmarkt zu positionieren und näher an die starken Länder heranzurücken. „Brasilien muss sich effektiver in den Handelsfluss von Regionen mit hoher wirtschaftlicher Dynamik einbringen. So liegt der Fokus der brasilianischen Handelspolitik nun auf einigen starken Märkten wie dem amerikanischen.“ (ls)

Quelle: Agência Brasil