Die Industrieanlagen des deutschen Unternehmens sollen die Umwelt stark belasten / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Baytownbert
Die Ausgaben der Industrie sollen durch Steuererleichterungen gesenkt werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Baytownbert

Die Ausgaben der Industrie sollen durch Steuererleichterungen gesenkt werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Baytownbert

Der brasilianische Industrieverband (Confederação Nacional da Indústria, kurz: CNI) gab gestern bekannt, dass die Ausgaben des Sektors im Jahr 2012 um 6,3 Prozent gegenüber den Kosten im Jahr zuvor gestiegen sind. Verglichen wurden dabei die drei Quartale des Jahres 2012 mit den gleichen Zeiträumen des Jahres 2011. Die Erhebungen berücksichtigen die Kosten der Produktion, die Ausgaben für Steuern und den Umsatz der gesamten brasilianischen Industrie.

Nach Informationen des CNI stiegen die Kosten für jedes einzelne hergestellte Produkt um 4,9 Prozent, sodass es zu erheblichen Einbußen der Unternehmensgewinne kam. Die Faktoren, die für den Anstieg der Ausgaben maßgeblich waren, sind die gesteigerten Personalkosten und die Preiserhöhung von Zwischenprodukten, die zur Weiterverarbeitung importiert werden. Auch die Preise für importierte Rohstoffe hatten im letzten Jahr einen Zuwachs von 15,3 Prozent zu verzeichnen. Der Umsatz der brasilianischen Industrieunternehmen ging verglichen mit 2011 insgesamt um 24,8 Prozent zurück.

Es handelt sich laut CNI um den höchsten Kostenanstieg seit 2008. Damals hatte es einen Zuwachs von 8,6 Prozent gegeben. Die gleichen Gründe hatten 2008 zu der enormen Erhöhung geführt: Personalkosten und Preissteigerung der importierten Zwischenprodukte. Außerdem machte man im Jahr 2008 eine Preiserhöhung der Energiekosten um 4,3 Prozent mitverantwortlich für den Anstieg der Kosten.

Trotz der negativen Ergebnisse der Studie beruhigten Experten des CNI mit der Aussage, dass der Kostenanstieg mittlerweile an Kraft verloren habe. Dies sei unter anderem auf die Steuererleichterungen zurückzuführen. (sg)