Der bisherige Hauptsitz der HSBC Brasil in Curitiba. / Copyright: Wikimedia Commons, Morio

Die brasilianische HSBC Bank geht für 5,2 Milliarden US-Dollar an die brasilianische Bank Bradesco, wie HSBC in seinem Finanzbericht vom zweiten Quartal bestätigt. Der Verkaufsvertrag wurde am 31. Juli abgeschlossen und soll voraussichtlich bis zum zweiten Quartal 2016 abgewickelt werden.

Der Kaufvertrag, den Bradesco letztendlich zahlen wird, kann jedoch noch angepasst werden, laut dem Bericht, um den Wert der Aktiva zum Abschluss des Geschäfts abzubilden. HSBC will sich zum weitestgehenden Teil aus Brasilien zurückziehen und mittels der Bradesco nur eine Präsenz zur Betreuung der internationalen Kunden erhalten. „Die Übergabe verschafft den Aktionären einen hervorragenden Wert“, heißt es vonseiten der HSBC.

Noch hängt der Verkauf von der offiziellen Zulassung ab. Mit der Übernahme der HSBC Brasil würde Bradesco die Marke von 30 Millionen Kunden überschreiten und von etwa 1,193 Billiarden an Aktiva. Bradesco galt von Anfang an als Favorit unter den möglichen Käufern. Bradesco verfolgt mit dem Kauf seine Strategie in ganz Brasilien „präsent zu sein“ und vor allem näher an seinen größten Konkurrenten, die Itaú Bank, heranzurücken. (ls)

Quelle: Exame