Copyright: HSBC

Copyright: HSBC

Die Bankengruppe HSBC hat am vergangenen Freitag (29.07.) angekündigt, 30.000 Stellen zu streichen, dies betrifft 10% aller Angestellten weltweit. Davon betroffen seien unter anderem Arbeitnehmer in Frankreich, Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika. Diese Maßnahme ist Teil des Zieles, bis 2013 die Kosten des Unternehmens von 3,5 Mrd., auf 2,5 Mrd. US$ zu senken.

Jedoch stellte gestern (01.08.) die Pressesprecherin der HSBC in Brasilien klar, dass Brasilien von dem Arbeitsplatzabbau nicht betroffen sei. Im ersten Halbjahr konnte das Bankenunternehmen in Brasilien einen Zuwachs von 33%, somit 11,5 Mrd. US$, verbuchen. Damit hat das Land den dritthöchsten Gewinn weltweit erzielt, weshalb HSBC plant, eintausend neue Angestellte einzustellen und so ihre Präsenz auf dem lokalen Markt auszuweiten.

In Brasilien haben insbesondere die Kreditgeschäfte und Versicherungen hohe Profite erzielt. Im Bereich der Eigenheim-Finanzierung konnte das Unternehmen, im Vergleich zum Vorjahr, einen Anstieg von 93% verzeichnen. Ähnlich wie andere große brasilianische Banken berichtet allerdings auch die HSBC von einem gestiegenen Prozentsatz der Zahlungsunfähigkeit ihrer Kunden, ohne aber einen genauen Wert zu nennen.

HSBC hat in diesem Jahr ihre größten Gewinne in Südamerika und Asien erzielt, sodass in den beiden Regionen bis zum Jahr 2013 weitere 15.000 Arbeitsverträge abgeschlossen werden. (gp)