Das brasilianische Abgeordnetenhaus / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Regierung greift zur Stabilität des Wechselkurs ein / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Regierung greift zur Stabilität des Wechselkurs ein / Copyright: Agência Brasil

Laut eines Rankings der britischen Bank HSBC liegt Brasilien auf Platz vier der Staaten, die zur Stabilität ihres Wechselkurses in den monetären Sektor eingreifen. Im Rahmen einer Studie wurden 36 Länder, deren Währungen und Regierungsinterventionen untersucht. Die aktivsten Staaten zur Stabilisierung ihrer Währung sind Japan und die Schweiz.

Ökonomen der HSBC beobachteten und verglichen verschiedene Aspekte der letzten zwölf Monate. Darunter subjektive Charakteristika wie Regierungsdiskussionen und die Rhetorik von Wirtschaftsführern der einzelnen Länder, aber auch vergleichbare Kennzahlen wie die Höhe der Zinssätze, der Umfang direkter Interventionen, regulative Maßnahmen und weitere Regierungsprogramme zur Stabilisierung.

In einer Skala von null Punkten, am wenigsten intervenierend, bis zu zehn Punkten, am meisten intervenierend, gab die HSBC-Bank Brasilien sieben Punkte. Neben traditionellen geldpolitischen Maßnahmen wie beispielsweise die Senkung der Zinsen, würde Brasilien für Schwellenländer typische regulative Eingriffe wie die Veränderung von Steuersätzen vornehmen, erklären die HSBC-Ökonomen.

Bei der letzten Studie für das Jahr 2011 belegte Brasilien Rang zwei. Dass im Jahr 2012 von Seiten der Regierung weniger in die Stabilität des Wechselkurses eingegriffen wurde, liegt angeblich daran, dass ein weiterer Anstieg der Inflation vermieden werden sollte. Im Jahr 2011 hatten Eingriffe der Regierung auf die Wechselkursstabilität zu einer erhöhten Inflation geführt.

Die Länder, die am wenigsten intervenieren sind laut HSBC Kanada, Mexiko und Südafrika. (sg)