Weltweit sollen 50.000 Stellen wegfallen, vor allem in Brasilien und der Türkei. / Copyright: Wikimedia Commons, Andrevruas

Die nur wage Öffnung Brasiliens für den internationalen Markt und die geringe Skalierung des brasilianischen Marktes sind laut der englischen Bank HSBC die Gründe sich aus Brasilien zurück zu ziehen. Die Entscheidung verkündete Stuart Gulliver, Exekutive Chef der Finanzgruppe, an diesem Morgen (9.06). In Mexiko werde die Bank dagegen weiter aktiv sein. Hier sei „der Rahmen ein deutlich anderer, die Wirtschaft sei offen und es würden elf Reformen auf der Agenda stehen“.

Zudem verkündete das Bankhaus weltweit rund 50.000 Arbeitsstellen streichen zu wollen und den Investmentbereich zu verkleinern. Damit würden die Aktivitäten um ein Viertel zurückgehen, was die schwache Leistung der Bank verbessern soll. Laut HSBC werden die Hälfte der Kürzungen durch den Verkauf der Geschäfte in Brasilien und der Türkei  vorgenommen werden.

„Die Geschäfte verliefen unter den Erwartungen und haben sich nach Mexiko und in die USA verlagert“, so Gulliver. Dabei werde die brasilianische Filiale so zusammengeschrumpft, dass sie nur noch große Unternehmen betreue. „Wir werden in Brasilien nur noch eine bescheidene Repräsentanz haben.“ (ls)

Quelle: Estadão