Der größte Betreiber von McDonald´s-Fillialen in Brasilien will sich verkleinern. / Copyright: WikiCommons, Autor: Lukáš Malý Lukáš Malý

Ein Großteil der Fastfood-Restaurants von McDonald’s in Brasilien und weiteren lateinamerikanischen Ländern soll den Besitzer wechseln. Die Geschäfte von McDonald’s Brasilien sowie in weiteren 19 Ländern Lateinamerikas werden über das Unternehmen Arcos Dorados (zu dt. Goldene Bögen) betrieben. Von dem Verkauf erhofft sich der Konzern in den kommenden zwei Jahren Einnahmen von rund 200 Millionen US-Dollar, berichtet die Zeitung Valor Econômico.

Von den derzeit 870 McDonalds-Restaurants in Brasilien gehören 76 Prozent dem Franchisenehmer Arcos Dorados. Die restlichen Restaurants teilen sich laut Valor auf 60 weitere Unternehmensgruppen auf. Die laufenden Verhandlungen drehen sich um den Verkauf von 100 Filialen, so der Valor. Diese sollen für rund insgesamt 50 Mio. US-Dollar (etwa 190 Mio. Reais) verkauft werden. Zudem prüft das Unternehmen den Verkauf eigener Grundstücke in attraktiven Lagen an Immobilienkonzerne. Weiterhin plant Arcos Dorados Büros und Verteilerzentren in Lateinamerika zu schließen.

Ziel ist es an Bargeld zu kommen, um Schulden abzubauen. Insgesamt benötigt das Unternehmen rund 200 Milionen US-Dollar. Laut der Zeitung beträgt die Schuldenlast das 2,8-fache des Geschäftsgewinns. Noch vor zwei Jahren lag die Schuldenquote beim 1,8-fachen.

Vor allem über den Verkauf der Restaurants an andere Betreiber von McDonald`s will Arcos Dorados die Sanierung angehen. Diesbezüglich hat es Gespräche mit anderen Franchisenehmern in der Region gegeben, die bereits einen bedeutenden Anteil an Fastfood-Restaurants halten. Hierdurch sollen 50 Mio. US-Dollar, 25 Prozent der benötigten 200 Mio. US-Dollar, in die knappen Kassen fließen. (ms)

Quelle: Valor Econômico