Präsidentin Dilma Rousseff und Generaldirektor der FAO José Graziano / Copyright: Agência Brasil

Präsidentin Dilma Rousseff und Generaldirektor der FAO José Graziano / Copyright: Agência Brasil

José Graziano, der kürzlich gewählte Generaldirektor der Organisation der Vereinten Nationen für Landwirtschaft und Ernährung (Organização das Nações Unidas para a Agricultura e Alimentação, kurz: FAO) visiert das Beseitigen der Hungersnot in Lateinamerika bis 2025 an.

Ziel ist es, bis 2015, die Anzahl der Hungernden zu halbieren. Dieses Vorhaben sei für den Großteil des Landes Brasiliens nicht leicht zu erreichen, besonders für die ärmste Bevölkerung. Ganz Lateinamerika solle die Hungersnot bis 2025 gänzlich bekämpft haben, was Graziano als machbare Maßnahme ansehe, wie er gestern (03.08.) bei einer Versammlung des Brasilianischen Rats für Versorgungsgewährleistung (Conselho Nacional de Segurança Alimentar e Nutricional, kurz: CONSEA) äußerte.

Graziano, Vertreter der FAO für Lateinamerika und die Karibik, stellte fest, dass speziell in den Ländern, in denen kein demokratisches System herrscht, wenig Interesse bestehe, die Hungersnot zu beseitigen, sondern eher gering zu halten. Für ihn stelle dies eine besondere Herausforderung dar.

José Graziano wurde im Juni zum Generaldirektor der FAO gewählt und wird dieses Amt von Januar 2012 bis Juli 2015 ausführen. Er möchte dazu beitragen, das Bild zu ändern, wie Brasilien von außerhalb gesehen wird. Das Land habe gute Voraussetzungen, sich weiterzuentwickeln und einen anderen Weg einzuschlagen. (ds)