Das Institut für Geografie und Statistik verzeichnete im Monat April negative Zahlen hinsichtlich der Industrieproduktion / Copyright: Wikimedia, Creative Commons, Ziko
Das Institut für Geografie und Statistik verzeichnete im Monat April negative Zahlen hinsichtlich der Industrieproduktion / Copyright: Wikimedia, Creative Commons, Ziko

Das Institut für Geografie und Statistik verzeichnete im Monat April negative Zahlen hinsichtlich der Industrieproduktion. / Copyright: Wikimedia Commons, Ziko

Laut Angaben der Monatsstudie über die Industrie Brasiliens des Instituts für Geografie und Statistik (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE) ist die nationale Produktion von März zu April dieses Jahres um 0,3 Prozent gesunken.

In den Bundesstaaten Rio de Janeiro und Rio Grande do Sul sanken die Produktionszahlen am stärksten. In diesen beiden Bundesstaaten kam es auch zum zweiten Mal in Folge zu negativen Werten, in Rio de Janeiro zu -5,2 Prozent, in Rio Grande do Sul zu -6,3 Prozent. Weitere Rückgänge waren in Minas Gerais und in Pernambuco (jeweils -1,8 Prozent), in Santa Catarina (-1,6 Prozent), im Amazonas (-1,6 Prozent) und in Paraná (-0,4 Prozent) zu verzeichnen.

Auf der anderen Seite konnten die folgenden Bundesstaaten ihre Produktion im untersuchten Zeitraum erhöhen: Espírito Santo (+4,7 Prozent) und Goiás (+4,1 Prozent) registrierten die größten Anstiege mit einem Gewinn von 7,3 Prozent in zwei aufeinanderfolgenden Monaten. Weitere Bundesstaaten waren São Paulo (+1,7 Prozent), Bahia (+0,9 Prozent), Pará (+ 0,8 Prozent), Ceará (+0,6 Prozent) und die Region Nordosten (+ 0,6 Prozent).

In Bezug auf den gleichen Zeitraum vergangenen Jahres wurden ebenso negative Resultate in 11 von 15 untersuchten Bundesstaaten gemessen. Der stärkste Rückgang wurde damals in Paraná, Rio Grande do Sul und São Paulo verzeichnet. In Paraná gab es besonderen Druck seitens der Automobilindustrie, der Lebensmittelindustrie und der Industrie für Maschinen und Ausstattungsmaterial. In Rio Grande do Sul war vor allem der Einfluss der chemieverarbeitenden Industrie, von Tabakwaren, Reiseartikeln, Schuhwaren, Maschinen und der Getränkeindustrie ausschlaggebend. In São Paulo waren es die Automobilindustrie und Maschinen.

Das größte Wachstum zeigten die Bundesstaaten Pará (+ 36,3 Prozent) und Mato Grosso (+ 11,6 Prozent), ersters vor allem aufgrund der mineralfördernde Industrie und zweitere wegen der Lebensmittelindustrie. (ds)