Das Brasilianische Institut für Geografie und Statistik (IBGE) / Copyright: IBGE

Das Brasilianische Institut für Geografie und Statistik (IBGE) / Copyright: IBGE

Das Brasilianische Institut für Geografie und Statistik (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE) veröffentlichte gestern (23.11.) in einer Studie neue Daten über die Entwicklung des brasilianischen Bruttoinlandprodukts (Produto Interno Bruto, kurz: PIB) zwischen den Jahren 2008 und 2009 in den verschiedenen Landesteilen.

Der Trend zeigte, dass im Jahr 2009 die Staaten im mittleren Osten und im Nordosten des Landes ihren Anteil am PIB erhöht haben, wohingegen die anderen Staaten einen Rückgang verzeichnet haben. Der Anteil des Nordostens erhöhte sich von 2008 bis 2009 von 13,1% auf 13,5% und der des mittleren Ostens von 9,2% auf 9,6%. Der Südosten verzeichnete einen Rückgang von 0,7%.

Trotz dieser Entwicklungen sind es immer noch die Staaten der Südostregion, die im Jahr 2009 53,7%  (im Jahr 2008 noch 56%) der brasilianischen Wirtschaft und damit mehr als die Hälfte des nationalen PIB repräsentieren. Der Rückgang des PIB in den nördlichen und südlichen Staaten war nur gering aufgefallen.

Das IBGE stellte in seiner Studie heraus, dass acht brasilianische Staaten für 78,1% des PIB verantwortlich sind: São Paulo mit 33,5%, Rio de Janeiro mit 10,9%, Minas Gerais mit 8,9%, Rio Grande do Sul mit 6,7%, Paraná mit 5,9%, Bahia mit 4,2%, Bundesstaat mit 4,1% und Santa Catarina mit 4,0%.

In der Gruppe der 19 Staaten, die die restlichen 21,9% des PIB stellen, fielen drei Staaten mit positiven Entwicklungen auf: Mato Grosso nahm 0,4% zu, Espírito Santo 0,3% und Maranhão 0,2%. In derselben Gruppe verzeichneten zehn Staaten im Jahr 2009 den höchsten Anteil am PIB seit 2002 und zeigten, dass sie nicht von der weltweiten Krise beeinflusst wurden. Unter ihnen Goiás (2,6%), Pernambuco (2,4%) und Ceará (2,0%) sowie Paraíba, Rondônia, Piauí, Tocantins, Amapá, Acre und Roraima, mit jeweils unter 1%. Der Staat der 2009 das größte wirtschaftliche Wachstum registrierte, war mit 7,3% Rondônia, wenn auch mit relativ geringem Anteil am nationalen PIB (0,6%). (jv)