Dilma Rousseff bei ihrer Ankunft in Pretoria: Morgen wird die brasilianische Präsidentin an dem fünften Gipfel der IBSA teilnehmen / Copyright: Agência Brasil

Dilma Rousseff bei ihrer Ankunft in Pretoria: Morgen wird die brasilianische Präsidentin an dem fünften Gipfel der IBSA teilnehmen / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff wird morgen (19.10.) bei dem Treffen der IBSA, ein Zusammenschluss der Länder Indien, Brasilien und Südafrika, über die internationale Krise diskutieren. Rousseff wird versuchen, gemeinsam mit dem südafrikanischen Staatschef Jacob Zuma und dem Premierminister Indiens Manmohan Singh diesbezüglich eine gemeinsame Position zu finden, die geschlossen auf dem Gipfel der G20 in Cannes vertreten wird.

„Das Hauptthema wird die Krise sein. Leider ist es bei den gegenwärtigen Dimensionen, die die Krise angenommen hat, ein unabdingbares Thema“, erklärt Maria Edileuza Fontanele Reis, Staatssekretärin des brasilianischen Außenministeriums. Demnach werden die Staatschefs auch über die jeweiligen Maßnahmen sprechen, die auf nationaler Ebene zur Bekämpfung der Krise getroffen werden. Die Botschaft für den G20-Gipfel sei von Besorgnis geprägt, der Zusammenschluss der IBSA-Länder fordere, dass Europa einen Weg aus der Krise heraus finde, betont Reis.

Die IBSA wurde im Jahr 2003 mit dem Ziel gegründet, die drei größten demokratischen Nationen Afrikas, Südamerikas und Asiens zusammen zu bringen. Zudem teilen die Länder eine ähnliche wirtschaftliche Situation sowie Probleme wie zum Beispiel das unaufhaltsame Wachstum der Städte und eine schnell voranschreitende Industrialisierung. Weiterhin konnten Brasilien, Südafrika und Indien nach der Gründung des Zusammenschlusses auch die Handelsbeziehungen untereinander stärken. Während im Jahr 2003 der Handel zwischen den Staaten noch 3,3 Milliarden US-Dollar betrug, erreichte er im vergangenen Jahr 17,5 Milliarden US-Dollar. (gp)