Sitz des Ifo-Institutes in München / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, C. Steinbeißer
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Der von der Getulio Vargas-Stiftung (FGV) in Zusammenarbeit mit dem deutschen Ifo-Institut ermittelte Index für das Weltwirtschaftsklima zeigt aktuell keine positiven Ergebnisse für Brasilien. Von den elf untersuchten lateinamerikanischen Ländern liegt Brasilien  im Januar 2013 an drittletzter Stelle mit 89 Punkten. Hinter Brasilien befinden sich nur noch Argentinien mit 77 Punkten und Venezuela mit 20 Punkten.

Dass der Indikator für Brasilien unter den Durchschnittswert von 104 Punkten gesunken ist, lässt sich vor allem mit der schlechten Handelsbilanz erklären, die von Dezember bis Januar um 6,3 Prozent zurückgegangen ist (von 95 auf 89 Punkte). Zudem spiegelt das Ergebnis die Einschätzungen der brasilianischen Unternehmer zur aktuellen Wirtschaftslage und ihre Erwartungen für die Zukunft wider.

Die FGV betonte allerdings, dass sich trotz dieses Ergebnisses die Situation in den vergangenen zehn Jahren wesentlich verbessert habe. Bei der Betrachtung der Werte über einen längeren Zeitraum läge Brasilien sogar weit vorn im Ranking und belege den viertbesten Platz mit 121 Punkten. Vor Brasilien befinden sich Uruguay (135), Peru (131) und Chile (128).

Außerdem sei der Index für das Weltwirtschaftsklima in Bezug auf die lateinamerikanischen Länder Bolivien, Chile, Kolumbien, Ecuador, Mexiko, Peru und Uruguay günstig. Problematisch sei beispielsweise dagegen die Krise in Argentinien, die sich auf Uruguay und Paraguay ausweiten könne, da diese Länder nach Argentinien exportieren. Auf der anderen Seite mache sich die Erholung der US-amerikanischen und europäischen Wirtschaft bei den Ländern Lateinamerikas bemerkbar. (ds)