Ikea plant von seinem Büro in Curitiba aus, bald Filialen in Brasilien zu eröffnen. Der Zeitpunkt ist noch ungewiss. / Copyright: WikiCommons, Autor: Ambcinpi

Ikea plant von seinem Büro in Curitiba aus, bald Filialen in Brasilien zu eröffnen. Der Zeitpunkt ist noch ungewiss. / Copyright: WikiCommons, Autor: Ambcinpi

Der schwedische Möbelhersteller IKEA bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Broadcast zum ersten Mal seine Pläne, in Brasilien Filialen zu eröffnen. Wie Broadcast mitteilte, halte die Ikea-Gruppe Brasilien für einen wichtigen Zukunftsmarkt und untersuche derzeit potentielle Standorte sowie die Möglichkeiten eines Starts im Land. Zeitnah werde es diesen aber nicht geben. Noch befinde sich alles in der frühen Phase der Planung. Ikea ist in Brasilien bereits seit einem Jahr aktiv. Von seinem Büro in Curitiba mit rund 20 Angestellten koordiniert es die Untersuchungen.

Neben Brasilien liegen nun auch Pläne für das Schwellenland Indien vor, wo die Planungen weiter vorangeschritten sind. Die Regierung in Neu-Delhi genehmigte bereits den Bau von 25 Möbelmärkten. Rund zwei Milliarden US$ (circa 1,5 Milliarden Euro) will das Unternehmen laut Presseberichten dort investieren. Anders als in den kleineren europäischen Ländern stellen Länder wie Indien und Brasilien durch ihre Ausmaße die Zulieferung der Baumärkte vor andere Herausforderungen und erhöhen mitunter die Lager- bzw. Transportkosten.

In den anderen Vertretern der BRIC-Staaten, Russland und China, ist Ikea bereits seit 2000 aktiv. Die russische Filiale gehört zu den fünf rentabelsten Stantorten weltweit und erwirtschaftet sechs Prozent des globalen Umsatzes von Ikea. Diese Ergebnisse motivierten Ikea zuletzt, auch endlich in Brasilien und Indien zu investieren.

Ikea ist derzeit in 40 Ländern präsent. In Lateinamerika wurde der erste Markt vor drei Jahren in der Dominikanischen Republik eröffnet, vor kurzem kam eine weitere Filiale in Puerto Rico hinzu. Das sind Märkte, die von den USA aus beliefert werden. (ms)