Die illegale Entsorgung von Müll bereitet dem Bundesstaat Rio de Janeiro schon seit geraumer Zeit Probleme / Copyright: Wikimedia Creative Commons, ger1axg@web.de
Die illegale Entsorgung von Müll bereitet dem Bundesstaat Rio de Janeiro schon seit geraumer Zeit Probleme / Copyright: Wikimedia Creative Commons,  ger1axg@web.de

Die illegale Entsorgung von Müll bereitet dem Bundesstaat Rio de Janeiro schon seit geraumer Zeit Probleme. / Copyright: Wikimedia Creative Commons, ger1axg@web.de

Im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro wurden erneut zwei illegale Müllhalden entdeckt. In der Bucht Rio de Janeiros kontrollierten Kriminelle die Müllberge und handelten mit verwertbaren Teilen wie beispielsweise Stahl oder Plastik. Laut Informationen des Referats für Umwelt (Secretaria de Estado do Ambiente) forderten die Kriminellen für das Abladen von Müll einen niedrigeren Preis als die legalen Müllhalden und hatten dadurch einen beachtlichen Zulauf. Vor allem die Verwalter von sogenannten Condomínios, bewachte abgeschlossene Wohnanlagen, griffen auf die zwar illegalen, jedoch günstigeren Müllhalden zurück. Neben dem Hausmüll nahmen die kriminellen Betreiber ebenfalls Sondermüll von Baustellen und Krankenhäusern an.

Mithilfe der Militärpolizei (Polícia Militär, kurz: PM) konnten Mitarbeiter des Umweltreferats die Halden nun räumen. Dabei konnten auch die Betreiber trotz Fluchtversuch in den nahe gelegenen Wald festgenommen werden. Wer genau die Dienste der illegalen Halde in Anspruch nahm, wollen die Verantwortlichen in den kommenden Wochen herausfinden.

Um zu verhindern, dass weitere illegale Halden entstehen, ordnete der Staatssekretär Carlos Minc an, die Region stärker durch Kameras überwachen zu lassen und zusätzlich mehr Polizisten einzusetzen. Der Politiker gab außerdem bekannt, dass in Kürze eine neue Wiederverwertungsanlage für Industrie- und Bauabfälle entstehen soll. Zu den eventuell zu hohen Preisen für die Entsorgung von Müll äußerte sich Carlos Minc jedoch nicht. (sg)