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Laut der Studie der internationalen Arbeitsorganisation sei der Mindestlohn eine wichtige Maßnahme für die Arbeitsbedingungen von Hausangestellten / Copyright: ILO

Laut der Studie der internationalen Arbeitsorganisation sei der Mindestlohn eine wichtige Maßnahme für die Arbeitsbedingungen von Hausangestellten / Copyright: ILO

Die internationale Arbeitsorganisation (ILO) veröffentlichte gestern (09.01.) die Ergebnisse einer Studie über häusliche Arbeit in der Welt. Dabei erwähnte sie den brasilianischen Mindestlohn als Beispiel für eine Maßnahme, die die Bedingungen für Hausangestellte verbessern können.

Laut ILO sei der Mindestlohn eine Schutzmaßnahme der Arbeiter gegen extrem niedrige Löhne sowie eine Instrument für die Verhandlungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Weltweit würden nur 46 Prozent der Hausangestellten den Mindestlohn erhalten. Die Studie zeigt weiterhin, dass weniger als 30 Prozent der Hausangestellten in der Welt eine Arbeitserlaubnis oder andere rechtliche Absicherungen hätten. Auch in Brasilien, wo derzeit sieben Millionen Menschen, vor allem Frauen, in diesem Bereich arbeiten, ist dieses Problem vorzufinden. Im vergangenen Jahr hatten die Hausangestellten für mehr Rechte gekämpft und damit für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Die ILO betonte, dass die Arbeitsbedingungen und der Mindestlohn sich im letzten Jahrzehnt in Brasilien stark verbessert hätten. Im Vergleich zu 2003 stieg der Mindestlohn 2011 um 55 Prozent an. Davon konnten vor allem die Hausangestellten profitieren. Das Monatsgehalt dieser Gruppe erhöhte sich von 333 Reais (ca. 124,8 Euro) 2003 auf 489 Reais (rund 183,3 Euro) 2011. Der allgemeine Anstieg der Gehälter in Brasilien erreichte einen Durchschnittswert von 20 Prozent. Derzeit liegt der Mindestlohn bei 678 Reais. (ds)