Institut rechnet mit weiter sinkenden Zahlen. / Copyright: Wikimedia Commons

Die brasilianischen Gesundheitspläne haben im September 164.400 Bezieher verloren, was einem Verlust von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat entspricht, wie das Institut für erweiterte Gesundheitsstudien (Iess) ermittelte. Insgesamt gibt es in Brasilien 50,26 Millionen Menschen mit einem Gesundheitsplan. Im dritten Quartal betrug der Rückgang 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal, was die Kündigung von 236.210 Verträgen bedeutet.

Luiz Augusto Carneiro von der Iess führt die Rückgänge auf die Verschlimmerung der Wirtschaftskrise zurück, auf die Absenkung des Beschäftigungsniveaus und auf die Auswirkungen der Einkommenssituation der Menschen. „Es besteht die Möglichkeit, dass die Bezieher der Leistungen eines Gesundheitsplans mittlerweile nicht mehr in der Lage sind ihre Pläne zu finanzieren“, so Carneiro.

Das Iess geht davon aus, dass die Zahlen noch weiter sinken werden, jedoch weniger stark als das Bruttoinlandsprodukts und das Beschäftigungsniveau. „Der Gesundheitsplan ist der drittwichtigste Wunsch der Brasilianer, nach Bildung und einem eigenen Haus. Auch unter den Mitarbeitern von Unternehmen steht der Gesundheitsplan hoch im Kurs“, erläutert Carneiro. (ls)

Quelle: Agência Brasil