In zehn Jahren ist die Geschwindigkeit der Busse landesweit im Schnitt um von 25 Kilometern pro Stunde auf 12 Kilometer pro Stunde gesunken. / Copyright: Wikimedia Commons,  Mario Roberto Duran Ortiz Mariordo
In zehn Jahren ist die Geschwindigkeit der Busse landesweit im Schnitt um von 25 Kilometern pro Stunde auf 12 Kilometer pro Stunde gesunken. / Copyright: Wikimedia Commons,  Mario Roberto Duran Ortiz Mariordo

In zehn Jahren ist die Geschwindigkeit der Busse landesweit im Schnitt von 25 Kilometern pro Stunde auf 12 Kilometer pro Stunde gesunken. / Copyright: Wikimedia Commons, Mario Roberto Duran Ortiz Mariordo

Selbst mit einem Rückgang des durchschnittlichen Tarifpreise um fünf Prozent fahren jeden Tag 560.000 Brasilianer weniger mit dem Bus, was einem Rückgang von 1,4 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr bedeutet. Das belegt eine jährliche Studie der nationalen Vereinigung von Transportunternehmen im städtischen Umfeld ANTU, zu der Busunternehmen in weiten Teilen des Landes gehören. Für die Studie wurden die neun größten Städte Brasiliens untersucht.

Im Durchschnitt nutzten 2012 in diesen Städten 334,4 Millionen Menschen pro Monat den Bus, mittlerweile sind es nur noch 329,8 Millionen, ein Minus von 4,6 Millionen. Das macht einen Verlust von 153.000 Fahrgästen pro Tag. Der Rückgang von 560.000 pro Tag ergibt sich durch eine Hochrechnung auf Basis der neun Städte auf das gesamte Land.

Der Präsident der Vereinigung, Otávio Vieira da Cunha Filho, führt als Grund für den Rückgang die Verschlechterung in der Qualität des Transports über die vergangenen Jahren an. Laut dem Präsidenten sinkt die durchschnittliche Geschwindigkeit der Busse immer weiter, je mehr Autos auf den Straßen unterwegs sind, und da es zu wenig exklusive Fahrspuren für Busse gebe. „In zehn Jahren ist die Geschwindigkeit der Busse landesweit im Schnitt von 25 Kilometern pro Stunde auf 12 Kilometer pro Stunde gesunken.“

Schuld an der Entwicklung ist laut Filho die Politik der Regierung, die die Nutzung von Autos propagiert habe, mit einer Senkung der Steuern und einer geringeren Preiserhöhung bei Benzin im Gegensatz zu Dieselöl, das im öffentlichen Transport verwendet wird. Aber auch die Busunternehmen selbst tragen laut des Präsidenten die Verantwortung, da sie nicht auf die Qualität achten würden. (ls)