In Brasilien findet derzeit die Fünfte Gesundheitskonferenz der Indigenen statt / Copyright: Agência Brasil
In Brasilien findet derzeit die Fünfte Gesundheitskonferenz der Indigenen statt / Copyright: Agência Brasil

In Brasilien findet derzeit die Fünfte Gesundheitskonferenz der Indigenen statt / Copyright: Agência Brasil

Im Rahmen des Regierungsprogramms Mais Médicos („Mehr Ärzte“) werden nun auch 17 Gesundheitsstationen DSEI (Distritos Sanitários Especiais Indígenas) aus Gebieten, in denen die indigene Bevölkerung ansässig ist, Unterstützung durch 49 Fachärzte erhalten, so teilte gestern (03.12.) der Gesundheitssekretär für Indigene, Antônio Alves de Souza, auf der Fünften Gesundheitskonferenz der Indigenen mit. Fünf dieser Bezirke befänden sich im Nordosten des Landes. Von der Maßnahme profitieren rund 212.000 Indigene.

Souza fügte weiterhin hinzu, dass das Sekretariat mit 34 Bezirken, 254 Basisstationen, 68 indigenen Gesundheitshäuser (CASAIS) und 751 Gesundheitsposten rechne. Die sogenannten Casais würden als Orte fungieren, in denen man Kranke betreut, die durch das offizielle brasilianische Gesundheitssystem SUS (Sistema Único de Saúde) unterstützt werden.

Ein Problem würde allerdings darstellen, dass die Gebiete, in denen die Indigenen leben, nur sehr schlecht zugängig seien, in manchen Fällen würde es sogar Stunden dauern. Oftmals müssten erst Boote oder andere Fahrzeuge gemietet werden. Ein weiteres Problem, was die Behandlung dieser Bevölkerungsschicht beeinflusst, sei der kulturelle Aspekt. So würden in einigen Kulturkreisen beispielsweise die Kinder bei den Malzeiten zuletzt das Essen bekommen. Diese Orte versucht das Gesundheitsministerium derzeit ausfindig zu machen, da sie besonderer Aufmerksamkeit bedürfen. Dort sei die Kindersterblichkeitsrate noch sehr hoch. (ds)