Sitz der FIESP in São Paulo / Copyright: Wikipiedia, gemeinfrei

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Einer Studie des Industrieverbandes des Bundesstaates São Paulo (Federação das Indústrias do Estado de São Paulo, kurz: FIESP) zufolge wurden zwischen Januar und Juli dieses Jahres 120.000 Arbeitsplätze im Industriesektor geschaffen. Davon verdanke man fast die Hälfte der Arbeitsplätze der Zucker- und Alkoholindustrie.

Am Anfang eines Jahres seien genau diese beiden Sektoren sehr erfolgsversprechend, da viele Arbeitskräfte für die Ernten eingestellt werden müssten. Gegen Ende des Jahres würde sich jedoch das Gegenteil zeigen: Die Erntezeit wird beendet und man brauche weitaus weniger Arbeitskräfte, so Walter Sacca, Direktor des Forschungsinstituts für Wirtschaft der FIESP.

Im ersten Halbjahr konnte in der Industrie des Bundesstaates São Paulo ein Zuwachs von 4,64%, in der Zucker- und Alkoholindustrie von 2,16% verzeichnet werden. Sacca rechne allerdings bereits damit, dass sich die Tendenz zum Stellenabbau aufgrund des Endes der Erntezeit im zweiten Halbjahr wie jedes Jahr wiederhole.

Nach Einschätzungen der FIESP würden dann 75.000 Stellen wieder abgebaut werden. Von den 120.000 geschaffenen Stellen bleiben ca. 70.000 bis 75.000. Diese Zahlen stellen einen Wachstum von 2,7% dar, das sei weniger als man vom Wachstum des Bruttoinlandsprodukts oder des Handelssektors erwarte. (ds)