Im brasilianischen Bundesstaat Amapá sind die durchschnittlichen Energiekosten am niedrigsten. / Copyright: Wikimedia Commons, PoM
Im brasilianischen Bundesstaat Amapá sind die durchschnittlichen Energiekosten am niedrigsten. / Copyright: Wikimedia Commons, PoM

Im brasilianischen Bundesstaat Amapá sind die durchschnittlichen Energiekosten am niedrigsten. / Copyright: Wikimedia Commons, PoM

Maßnahmen der nationalen Agentur für elektrische Energie Aneel haben zu einem durchschnittlichen Kostenanstieg für Strom in der brasilianischen Industrie von 310,67 Reais pro Megawattstunde (MWh) im vergangenen Monat auf 313,16 Reais geführt. Die entsprechenden Daten wurden am vergangenen Dienstag (1.07) vom Industrieverband von Rio de Janeiro Firjan veröffentlicht.

Der Anstieg um 0,8 Prozent hält Brasilien im internationalen Ranking unter 28 weiteren Ländern auf Platz 11. Indien steht dabei an der Spitze mit durchschnittlichen Energiekosten von 596,96 Reais pro Monat. Dagegen können Argentinien und Paraguay mit den niedrigsten Kosten aufwarten von durchschnittlich 57,63 Reais beziehungsweise 97,81 Reais.

Im Ranking nach Bundesstaaten kommt Mato Grosso mit einem durchschnittlichen Energiepreis von 424,27 Reais pro MWh auf den höchsten Wert, während Amapá den niedrigsten Preis vorweisen kann (159,05 Reais). Die Ökonomin Tatiana Lauria, Expertin für industrielle Wettbewerbfähigkeit in der Industrie und Finanzierungen bei Firjan, sagte zur brasilianischen Nachrichtenagentur Agência Brasil, dass verschiedene Faktoren die Energiekosten in den einzelnen Bundesstaaten beeinflussten, wie beispielsweise das Profil des Energievertreibers, die Marktdichte, die eingekaufte Menge an Energie sowie die Steuern.

Laut Firjan rückte Rio Grande do Sul vom 17. auf den 13. Platz im Ranking unter den Bundesstaaten mit den höchsten Kosten vor dank einer Erhöhung um 8,48 Prozent. Rio de Janeiro konnte sich auf dem 5. Platz halten mit einer Erhöhung um 0,26 Prozent. Genauso erging es Minas Gerais, das weiterhin auf dem 8. Rang steht. Tatiana Lauria wies daraufhin, dass Energie für die Industrie im gesamten Land teuer sei. Die Situation müsste für die Unternehmen verbessert werden, da Energie ein fundamentaler Input sei, vor allem für den energieintensiven Sektor. (ls)