Vor allem die Pharmaindustrie legte im Januar mit einem Wachstum von 29,4 Prozent zu. / Copyright: Wikimedia Commons
Vor allem die Pharmaindustrie legte im Januar mit einem Wachstum von 29,4 Prozent zu. / Copyright: Wikimedia Commons

Vor allem die Pharmaindustrie legte im Januar mit einem Wachstum von 29,4 Prozent zu. / Copyright: Wikimedia Commons

Die Produktion in der Industrie Brasiliens stieg im ersten Monat des Jahres um 2,9 Prozent im Vergleich zum Dezember 2013 an. Das gab das brasilianische Institut für Geografie und Statistik am vergangenen Dienstag in der monatlichen Untersuchung zum Sektor bekannt. Das Ergebnis beendet einen Abwärtstrend, der im November vergangenen Jahres begann mit -0,6 Prozent und sich im Dezember mit -3,7 Prozent fortsetzte. Im Vergleich zum Januar 2013 allerdings verzeichneten die Analysten dieses Jahr einen Rückgang der industriellen Produktion um 2,4 Prozent. Die kumulierte Rate über die vergangenen zwölf Monate zeigt einen Anstieg der Produktion um 0,5 Prozent, der auf das Quartal bezogene gleitende Mittelwert allerdings ging um 0,5 Prozent zurück.

Speziell die Industrie der Investitionsgüter verzeichnete ein besonders großes Plus zwischen Dezember und Januar von zehn Prozent. Bei den Gebrauchsgütern ging die Produktion dagegen um 2,3 Prozent zurück, bei den langlebigen Gütern um 3,8 Prozent sowie um 1,2 Prozent bei den Gütern mit einer erwarteten Nutzungsdauer von weniger als einem Jahr. Die Produktion von Vorleistungsgütern stieg dabei im Besonderen aber um 1,2 Prozent an. Auf die vergangenen zwölf Monate betrachtet waren es allein die Investitionsgüter, die mit einem Plus von 12,1 Prozent mit einem positiven Wert in den Büchern stehen. Alle anderen Gütergruppen kamen nur auf ein Minus zwischen 0,2 und ein Prozent.

Die Untersuchung zeigt, dass 17 von 27 Industriebranchen für den Produktionsanstieg von Dezember bis Januar verantwortlich sind. Dabei macht die Pharmaindustrie mit einem Plus von 29,4 Prozent den größten Anteil am positiven Gesamtergebnis aus. Auch der Bereich der Kraftfahrzeuge legte im Januar ein Wachstum von 8,7 Prozent vor – nach dem seit Oktober nur negative Ergebnisse verzeichnet worden waren. Die Tabakindustrie gehört zu den Branchen mit einem Produktionsrückgang, mit 47,6 Prozent. Auch die Industrie chemischer Erzeugnisse (minus 2,5 Prozent), von Alkohol (minus 2,2 Prozent) und von Metallprodukten (minus 2,7 Prozent) gehören dazu. (ls)