Der Brasilianische Industrieverband (CNI) korrigierte die Zahlen für die wirtschaftlichen Prognosen / Copyright: CNI

Der Brasilianische Industrieverband (CNI) korrigierte die Zahlen für die wirtschaftlichen Prognosen / Copyright: CNI

Das prognostizierte Szenarium für die Investitionen in Brasilien hat nach Einschätzung des Brasilianischen Industrieverbandes (Confederação Nacional da Indústria, kurz: CNI) zwei Seiten. Einerseits wird erwartet, dass das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes im kommenden Jahr zurückgeht, andererseits gehen Experten davon aus, dass es aufgrund des niedrigen Leitzins vermehrt Investitionen geben wird, auch wenn diese im Vergleich zu dem vergangenen Jahr eher moderat ausfallen werden. Diese Einschätzungen wurden gestern (11.10.) von der CNI im Konjunkturbericht (Informe Conjuntural) des dritten Trimesters veröffentlicht.

Außerdem erwartet der CNI einen Rückgang der wirtschaftlichen Bewegung im Außenhandel und prognostiziert, dass zum Ende dieses Jahres das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes um 0,6 Prozentpunkte sinken wird. Weiterhin wurden die Werte der Exporte nach unten hin korrigiert, sodass diese aufgrund der Verschlechterung der internationalen Wirtschaftslage einen Wert von sechs und nicht die erwarteten zehn Prozent erreichen wird. Zudem wurden die Importe untersucht und ein Wachstum von 10,5 Prozent festgestellt.

Dem Bericht zufolge wird sich, aufgrund der internationalen Krise, das brasilianische Bruttoinlandsprodukt erst zu Beginn des kommenden Jahres wieder erholen. Allerdings könne es einen Anstieg der Investitionen und auch im Konsum geben, wenn der Leitzins weiter gesenkt werden würde. Nichtsdestotrotz sei die Krise noch lange nicht ausgestanden und könne demzufolge auch in den folgenden Jahren noch anhalten. Die Intensität dieser Probleme und die Art und Weise wie diese in den kommenden Jahren gelöst werden, definieren die Auswirkungen auf die brasilianische Wirtschaft, heißt es in dem Konjunkturbericht der CNI. (gp)