Paulo Skaf, Präsident des Industrieverbades des Bundesstaats São Paulo  / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei

Paulo Skaf, Präsident des Industrieverbandes des Bundesstaats São Paulo / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei

Paulo Godoy, Präsident des brasilianischen Verbandes für Infrastruktur und Basisindustrien (Associação Brasileira da Infraestrutura e Indústrias de Base, kurz: ABDIB), befürwortete die Entscheidung der Regierung, einige Gehaltsklassen etappenweise von der Steuer zu befreien. Eine der Maßnahmen des Programms Brasil Maior (größeres Brasilien), das gestern (02.08.) verkündet wurde, ist die Steuerbefreiung von Gehaltsstufen in Sektoren, die eine große Anzahl von Arbeitskräften beschäftigen, wie zum Beispiel die Textil-, Schuh- und Möbelindustrie sowie die Informatikbranche.

Diese Maßnahme sei ein Schritt in die richtige Richtung. Wichtig wäre allerdings, weitere Fortschritte zu erzielen, so Godoy. Es sei nötig, die Auswirkungen der Vorgehensweise zu analysieren, auszuwerten und diese Resultate auf weitere Maßnahmen zu projizieren. Godoy ist der Meinung, dass eine fortschreitende Entwicklung von Nöten sei, damit sich die bundesweite Industrie verbessere. Nicht alle Probleme ließen sich sofort lösen. Aus diesem Grund solle man die Auswirkungen abwarten.

Paulo Skaf, Präsident des Industrieverbandes des Bundesstaats São Paulo (Federação das Indústrias do Estado de São Paulo, kurz: FIESP) bekundete, dass die Maßnahme als Anfang der Wiederherstellung der nationalen Industrie gesehen werden müsse. Er lobte die Regierung dafür, dass mit der Steuerbefreiung von Gehaltsklassen begonnen wurde. Skaf hält die Modernisierung des Nationalen Instituts für Metrologie (Instituto Nacional de Metrologia) sowie die Normierung und Qualitätskontrolle der Industrie, das sogenannte Inmetro, für eine wichtige Vorgehensweise, um zu verhindern, dass ausländische Produkte mit schlechter Qualität ins Land kämen.

Robson Andrade, Präsident des Brasilianischen Industrieverbandes (Confederação Nacional da Indústria, kurz: CNI) entgegnete, dass das System des Inmetro noch nicht ausgefeilt genug sei, um die Nachfrage abzudecken und effektiv an Flughäfen und Häfen zu wirken. Eine weitere Möglichkeit wäre die Durchführung der Qualitätssicherung durch private Anbieter. (ds)