Besonders der Dienstleistungsbereich in Brasilien ist von einer Preissteigerung betroffen - das liegt auch an der gestiegenen Nachfrage. / Copyright: Wikimedia Commons,  Pit Thomspon
Besonders der Dienstleistungsbereich in Brasilien ist von einer Preissteigerung betroffen - das liegt auch an der gestiegenen Nachfrage. / Copyright: Wikimedia Commons,  Pit Thomspon

Besonders der Dienstleistungsbereich in Brasilien ist von einer Preissteigerung betroffen – das liegt auch an der gestiegenen Nachfrage. / Copyright: Wikimedia Commons, Pit Thomspon

Von der steigenden Inflation im Land sind vor allem Dienstleistungen betroffen. Während der Verbraucherpreisindex in den zurückliegenden zwölf Monaten bis August um 6,5 Prozent angestiegen ist, lag die Inflation im Bereich der Dienstleistungen bei 8,5 Prozent. Auch im kommenden Jahr soll die Branche im Mittelpunkt des Inflationsdrucks stehen, wobei im Allgemeinen von einer leichten Abschwächung der Preissteigerung auszugehen ist, wie die brasilianische Tageszeitung O Estado de S.Paulo berichtet.

Die Preise für Dienstleistungen halten sich trotz niedrigem Wirtschaftswachstum auf hohem Niveau. So wird das Wachstum bei den Dienstleistungen in diesem Jahr voraussichtlich das niedrigste seit elf Jahren sein. Grund für die Inflation ist der aufgeheizte Arbeitsmarkt – obwohl schon in einer abschwächenden Phase – sowie eine gestiegene Nachfrage von Einkommensklassen, die jetzt erst in die Gruppe der Konsumenten aufgestiegen sind.

In den vergangenen zwei Jahren war die Inflation im Dienstleistungsbereich relativ konstant bei 8,7 Prozent geblieben. In diesem Jahr wird sich die Inflation voraussichtlich etwas abkühlen und bei einem Wert zwischen 8,1 Prozent und 8,2 Prozent einpendeln. Für 2015 soll der Wert sogar noch etwas niedriger ausfallen. „Es ist eine wichtige Abschwächung, aber der Dienstleistungssektor wird nach wie mit am meisten von dem Preisdruck betroffen sein innerhalb des Verbraucherpreisindexes“, sagt Adriana Molinaria, Beraterin beim Consulting-Unternehmen Tendências. Ihrer Prognose zufolge wird der Verbraucherpreisindex 2015 bei 6,8 Prozent liegen.

„Weltweit liegen die Preissteigerungen im Dienstleistungsbereich über denen der durchschnittlichen Inflationsrate, weil es sich um ein nicht vermarktungsfähige Sache handelt, die also nicht importiert werden kann“, erklärt Fábio Romao, Ökonom bei LCA. (ls)