Inflation in Brasilien im November leicht gestiegen, außer u.a. bei Milch / Copyright: Victor Soares

Inflation in Brasilien im November leicht gestiegen, außer u.a. bei Milch / Copyright: Victor Soares

Die Inflation in Brasilien ist im November um 0,52 Prozent im Vergleich zum Vormonat Oktober gestiegen. Mit einem Anteil von 48 Prozent sind Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs die Hauptursache für den weiteren leichten Anstieg. Die neuen Zahlen des nationalen Verbraucherpreisindex (Índice Nacional de Preços ao Consumidor Amplo, kurz: IPCA) wurden gestern (08.12.) vom brasilianischen Institut für Geografie und Statistik (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE) präsentiert. Das Ziel der Regierung liegt für das Jahr 2011 bei 4,5 Prozent Inflation. Mit den bisher für dieses Jahr veröffentlichten Zahlen scheint eher eine Inflation von rund 6,5 Prozent wahrscheinlich. Voraussetzung hierfür ist eine gleichbleibende Teuerungsrate von 0,5 Prozent auch für den Dezember.

Gestiegen sind die Preise nicht bei allen Lebensmitteln. So ist Milch beispielsweise um 2,2 Prozent billiger geworden und hält deshalb die durchschnittliche Inflation im Warenkorb relativ gering. Viele Dienstleistungen wie Hausangestellte und der Friseurbesuch sind im November in Brasilien deutlich teurer geworden. Nach Aussagen von Eulina Nunes, der Koordinatorin des IBGE für den Verbraucherpreisindex, ist der Anstieg der Preise im Dienstleistungsbereich auch ein typischer Indikator für wirtschaftlich starke Länder. „Wenn die Einnahmen steigen, dann steigen auch tendenziell die Ausgaben für Dienstleistungen“, so Eulina Nunes. Der Transportsektor hingegen ist in seiner Teuerungsrate stabil und in den Warenkorb einbezogene Ausgaben wie Flüge oder Benzinpreise lassen den IPCA kaum steigen.

Für den Dezember ist ein leichter Rückgang der Inflation zu erwarten, da die beschlossenen Steuererleichterungen der Regierung im Bereich der Haushaltselektronik und von Kraftstoffen zum Teil schon ihre Wirkung entfalten werden. (mas)



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