Im Juni lag die Inflation in Brasilien bei 0,4 Prozent. / Copyright: Wikimedia Commons, 4028mdk09
Im Juni lag die Inflation in Brasilien bei 0,4 Prozent. / Copyright: Wikimedia Commons, 4028mdk09

Im Juni lag die Inflation in Brasilien bei 0,4 Prozent. / Copyright: Wikimedia Commons, 4028mdk09

Die Inflation gemessen anhand des nationalen Verbraucherpreisindexes (IPCA) lag im Juni bei 0,4 Prozent, was eine leichte Verbesserung gegenüber Mai mit 0,46 Prozent bedeutet. In den vergangenen zwölf Monaten kam der Index allerdings auf 6,52 Prozent – in den zwölf Monaten davor waren es noch 6,37 Prozent. Das Ziel der brasilianischen Zentralbank für dieses Jahr ist eine Inflation von 4,5 Prozent mit je zwei Prozentpunkten Abweichung nach unten oder nach oben. Damit lag das Ergebnis der vergangenen zwölf Monate deutlich über diesem Zielwert.

Der Verbraucherpreisindex schloss das erste Halbjahr mit einem Hoch von 3,75 Prozent. Im ersten Halbjahr 2013 lag der Wert von bei 3,15 Prozent. Die aktuellen Daten wurden am vergangenen Dienstag vom brasilianischen Institut für Geografie und Statistik (IBGE) veröffentlicht.

Laut des IBGE waren vor allem die Preise für Lebensmittel und Getränke im Juni für einen Rückgang der Inflation verantwortlich, hier ist der Preisanstieg von 0,58 Prozent auf 0,11 Prozent zurückgegangen – ein Rückgang im dritten Monat in Folge. Zurückgegangen sind dabei vor allem die Preise von Kartoffeln (-11,46 Prozent) und Tomaten (-9,58 Prozent). Auch bei Lebensmitteln in Restaurants und anderen Imbissen sind die Preise weniger stark angestiegen (von 0,91 Prozent im Mai auf 0,82 Prozent im Juni).

Anders sieht es bei den Hotelpreisen aus: Beeinflusst durch die Fußball-WM gab es hier einen Anstieg um 25,33 Prozent, was Auswirkungen auf die persönlichen Ausgaben hatte – hier gab es im Juni einen Anstieg von 1,57 Prozent, was 0,77 Prozentpunkte mehr als noch im Mai waren. Bei den Wohnungsausgaben ist der Preisanstieg von 0,61 Prozent auf 0,55 Prozent zurückgegangen, obwohl es bei Wasser und Abwasser (0,95 Prozent), Wohnungsmiete (0,84 Prozent) und Reinigung (0,92 Prozent) eine Verteuerung gab. Allerdings wurde Strom nur um 0,13 Prozent teurer, während es im Mai noch 3,71 Prozent waren. (ls)