Finanzminister Guido Mantega äußerst sich über die Auswirkungen des Dollars auf die Inflation / Copyright: Agência Brasil
Finanzminister Guido Mantega äußert sich über die Auswirkungen des Dollars auf die Inflation / Copyright: Agência Brasil

Finanzminister Guido Mantega äußert sich über die Auswirkungen des Dollars auf die Inflation / Copyright: Agência Brasil

Nach der jüngsten Entscheidung der US-Notenbank FED (Federal Reserve System), Stück für Stück aus den Anleihkäufen auszusteigen, wurden die ersten Auswirkungen auf den US-Handel sichtbar: Der Dollar lag nach einigen Schwankungen am Ende des gestrigen Tages (19.06.) zum ersten Mal seit vier Jahren bei 2,2 Reais (ca. 0,74 Euro). Laut Angaben des brasilianischen Finanzministers Guido Mantega hätten diese Schwankungen allerdings keine Auswirkungen auf die Inflation in Brasilien, solange sie vorübergehend seien.

„Natürlich verursacht die Aufwertung des Dollars zusätzlichen Druck auf die Inflation, aber wenn diese nur von kurzer Dauer ist, wird sich der Druck wieder verringern“, so der Minister. Auch glaube Mantega daran, dass sich der Wert des Dollars wieder einpendeln werde und dass die Investoren mehr Sicherheit bezüglich der Unternehmungen der FED haben werden.

Die Inflation in Brasilien sei unter Kontrolle, seitdem die Preise der Lebensmittel gesenkt wurden, obwohl die Preisindexe zuerst einmal angestiegen sind, bevor sie jetzt stetig sinken. „Wenn man die letzten zwölf Monate betrachtet, steigt die Inflation erst einmal an, da in der Berechnung auch Monate dabei sind, in denen die Inflation höher war. Die monatliche Inflation ist aber unter Kontrolle: Jeden Monat ist sie etwas geringer im Vergleich zum vorherigen Monat. Die Preisindexe im Juni sind niedriger als die im Mai und die Preise von so gut wie allen Lebensmitteln sinken“, kommentierte Mantega. (ds)