Auf dem Seminar über das Szenarium in Brasilien vor den Wahlen äußern Wirtschaftsvertreter scharfe Kritik / Copyright: Eleições 2014
Auf dem Seminar über das Szenarium in Brasilien vor den Wahlen äußern Wirtschaftsvertreter scharfe Kritik / Copyright: Eleições 2014

Auf dem Seminar über das Szenarium in Brasilien vor den Wahlen äußern Wirtschaftsvertreter scharfe Kritik.

Der Leiter des Industrieverbandes des Bundesstaates Rio de Janeiro FIRJAN (Federação das Indústrias do Estado do Rio de Janeiro), Eduardo Eugênio Gouvêa Vieira, und der Leiter des Weltwirtschaftszentrums der Universität FGV, Carlos Langoni, hat am Montag (22.09.) mitgeteilt, dass das niedrige Wachstum des Landes und die Inflation eine der Hauptherausforderungen der neuen Regierung sein werden. Beide eröffneten das Seminar zum Szenarium vor den Wahlen. Weiterhin waren Wirtschaftsvertreter der Präsidentschaftskandidaten Aécio Neves (PSDB) und Marina Silva (PSB) anwesend.

Laut Langoni würde die aktuelle Krise Europas zeigen, dass mit zunehmender Dauer die sozialen und wirtschaftlichen Kosten steigen. „Brasilien hat noch Zeit. Wir befinden uns an der Grenze und diese Zeit sollten wir ausnutzen“, kommentierte er. Auch müsse diskutiert werden, ob noch Spielraum für stufenweise Maßnahmen ist oder ob eine Art „Schockbehandlung“ notwendig wird.

Dem Leiter des FIRJAN zufolge leidet das Land unter gefährlichen Entwicklungen, mit einem Überschuss auf niedrigem Niveau, hohen Zinsen und geringem Wachstum. Ein wichtiger Punkt sei, dass wieder Vertrauen in die brasilianische und weltweite Wirtschaft aufgebaut werden müsse. Auch bekundete Vieira, dass das Land derzeit keinen guten Ruf habe. Vieira glaubt, dass die Inflation nicht durch die Zinspolitik bekämpft werden kann, sondern mit einer Fiskalpolitik, durch die laufende Kosten reduziert werden und damit einhergehend der Druck auf die Preise. (ds)