Die brasilianische Zentralbank befragt die Finanzinstitute im Land regelmäßig nach ihren Erwartungen zu wirtschaftlichen Kennzahlen./ Copyright: Wikimedia Commons, OPLO
Die brasilianische Zentralbank befragt die Finanzinstitute im Land regelmäßig nach ihren Erwartungen zu wirtschaftlichen Kennzahlen./ Copyright: Wikimedia Commons, OPLO

Die brasilianische Zentralbank befragt die Finanzinstitute im Land regelmäßig nach ihren Erwartungen zu wirtschaftlichen Kennzahlen./ Copyright: Wikimedia Commons, OPLO

Die Finanzinstitute heben die siebte Woche infolge ihre Vorhersage zur Entwicklung der Inflation an. Die Erwartungen bezüglich des nationalen Verbraucherpreisindexes IPCA stiegen damit in diesem Jahr von 6,47 Prozent auf 6,51 Prozent. Für 2015 gehen die Experten von einer Inflation von 6,01 Prozent aus. Die brasilianische Zentralbank befragt die Finanzinstitute jede Woche zu ihren Vorhersagen zu den wichtigsten wirtschaftlichen Kennzahlen.

Die erwartete Inflation in diesem Jahr von 6,51 Prozent übersteigt den maximalen Wert von 6,5 Prozent, den die Inflation nicht übersteigen sollte – der Mittelwert liegt bei 4,5 Prozent. Es ist Aufgabe der Zentralbank die Inflation innerhalb der Grenzen zu halten. Dabei ist eines der Instrumente zur Beeinflussung der Inflation und der gesamten wirtschaftlichen Entwicklung der Basiszinssatz Selic.

Eine Erhöhung des Basiszinssatzes zielt auf die Senkung der Nachfrage ab. Dies zeigt sich an den Preisen, da die höheren Zinsen zu einer Verteuerung der Kredite führen und damit zu mehr Einsparungen. Auf der anderen Seite führt eine Senkung des Selic dazu, dass Kredite günstiger werden, das stimuliert Investitionen, die Produktion und den Konsum. Dies erleichtert auch die Kontrolle über die Inflation.

Die Vorhersage der Finanzinstitute zum Selic liegt bei 11,25 Prozent pro Jahr bis zum Ende 2014, Ende 2015 soll der Basiszinssatz einen Wert von zwölf Prozent erreichen. (ls)