Die basilianische Präsidentin Dilma Rousseff erweitert die Bestimmungen des Wachstumsbeschleunigungsprogramms und setzt auf die einheimische Industrie / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff erweitert die Bestimmungen des Wachstumsbeschleunigungsprogramms und setzt auf die einheimische Industrie / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff erweitert die Bestimmungen des Wachstumsbeschleunigungsprogramms und setzt auf die einheimische Industrie / Copyright: Agência Brasil

Gestern (16.01.) wurde im brasilianischen Bundesanzeiger (Diário Oficial da União) ein neues Dekret (Nr. 7.888) veröffentlicht, durch das die inländische Industrie gefördert werden soll. Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff legt damit fest, dass alle Dienstleistungen für Baumaßnahmen im Rahmen des Wachstumsbeschleunigungsprogramms PAC 2 (Programa de Aceleração do Crescimento) zu 100 Prozent durch brasilianische Anbieter abgedeckt werden müssen. Auch bei den benötigten Baumaterialien sollen mindestens 80 Prozent der Industriegüter aus Brasilien verwendet und auf höchsten 20 Prozent Importwaren zurückgegriffen werden.

Diese Anforderungen müssen schließlich auch in den Ausschreibungsunterlagen und Verträgen des PAC 2 integriert werden. Bei den Baumaterialien handelt es sich vor allem um Fahrgestelle, Material für die Infrastruktur der Straßen und Hilfssysteme für Plattformen, Stationen und Büros. Einen genauen Überblick über diese Produkte geben das Ministerium für Planung und Haushalt sowie das Ministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel.

Ausnahmeregelungen gelten für die Union und die Einrichtungen der Bundesverwaltung, die durch das Planungsministerium von den Bedingungen freigesprochen werden können. Für die Bundesstaaten und Gemeinden hat das Nichterfüllen der Bedingungen allerdings zur Folge, dass sie die geplanten Pakete nicht erhalten oder Prozesse bis zur Erfüllung der Bedingungen stillgelegt werden. (ds)