Die Sanierung des Erdölunternehmens OGPar, Nachfolger der insolventen OGX, wird morgen entschieden. / Copyright WIkiCommons Autor: Manchot sanguinaire
Die Sanierung des Erdölunternehmens OGPar, Nachfolger der insolventen OGX, wird morgen entschieden. / Copyright WIkiCommons Autor: Manchot sanguinaire

Die Sanierung des Erdölunternehmens OGPar, Nachfolger der insolventen OGX, wird morgen entschieden. / Copyright Wikimedia Commons, Manchot sanguinaire

Am morgigen Dienstag (3.6.) findet in Rio de Janeiro die Generalversammlung des Energieunternehmens OGPar (Óleo e Gás Participações) statt, auf der Gläubiger und Anteilseigner über die Zukunft des insolventen Unternehmens abstimmen werden. Der Präsident von OGPar, Paulo Narcélio, mahnte im Vorfeld an, dass das Unternehmen abgewickelt werde, wenn der Sanierungsplan nicht die Zustimmung der Gläubiger findet. Wie die Zeitung Valor Econômico berichtet, sind rund 5,9 Milliarden US-Dollar im Spiel. Die OGPar ging aus der insolventen OGX des früheren brasilianischen Multimilliardärs Eike Batista hervor (BrasilNews berichtete, 1.11.13).

Laut Zeitungsbericht wird jedoch erwartet, dass dem Sanierungsplan und der Umstrukturierung zugestimmt wird. Die Gläubiger sollen gemäß der Schulden Aktien des neuen Unternehmens erhalten und diesem somit Kapital zukommen lassen. Gleichzeitig soll die Sanierung vorangetrieben werden, die bis Ende September abgeschlossen sein soll. Im Ergebnis soll der Konzern schuldenfrei sein und über einen geschätzten Wert von 1,1 Milliarden US-Dollar (circa 800 Millionen Euro) verfügen.

Noch im Dezember 2013 hatte OGPar Schulden im Wert von 9,7 Milliarden Reais (etwa 3,1 Milliarden Euro). In seinen besten Zeiten wurde OGX mit 75 Milliarden Reais (rund 24 Milliarden Euro) an der Börse von São Paulo gehandelt, wo es seit 2008 gelistet war.

Für die brasilianische Politik ist der Fall aufgrund seiner Größe, Komplexität und der Bedeutung des Unternehmens eine Mammutaufgabe. Neben den großen internationalen Anlagefonds sowie den Konzernen Schlumberger (Erdölförderung) und General Electric als größten Anteilsinhabern gehören auch 55.000 Privatinvestoren zu den Gläubigern des ehemaligen Energieriesen OGX. Viele stehen nun vor der Entscheidung, alles zu verlieren oder noch mehr zu investieren. Der Niedergang von OGX wurde ausgelöst, als bekannt wurde, dass der Großteil der Erdölvorkommen in seinem Besitz keine wirtschaftlich rentable Förderung zuließen. (ms)