Das Unternehmen OGX des ehemals siebenreichsten Mannes der Welt, Eike Batista, hat Insolvenz angekündigt. / Copyright Agência Brasil
Das Unternehmen OGX des ehemals siebenreichsten Mannes der Welt, Eike Batista, hat Insolvenz angekündigt. / Copyright Agência Brasil

Das Unternehmen OGX des ehemals siebtreichsten Mannes der Welt, Eike Batista, hat Insolvenz angekündigt. / Copyright Agência Brasil

Seit dem heutigen Freitag (01.11.) wird die verschuldete Öl-Firma OGX des brasilianischen Großunternehmers und ehemaligen Multimilliardärs Eike Batista nicht mehr an der Börse São Paulo, der Ibovespa, gehandelt. Bereits vergangenen Dienstag (29.10.) hatte das OGX laut der Presseagentur Agência Brasil Insolvenz beim zuständigen Gericht in Rio de Janeiro beantragt. Zudem wurde ein Antrag auf Gläubigerschutz eingereicht. Das Unternehmen ist in zweistelliger Milliardenhöhe verschuldet. Damit steht die größte Firmenpleite Lateinamerikas an. Im Jahr 2012 betrug das Vermögen Batistas laut Forbes 30 Milliarden US-Dollar und war zuletzt auf 200 Millionen US-Dollar gesunken.

Nachdem mit den Gläubigern letzten Dienstag keine Einigung erzielt wurde, beantragte die Geschäftsführung die Insolvenz. Kurz vor dem Ausscheiden aus der Börse und dem Handelsschluss der Ibovespa am gestrigen Donnerstag kostete die Aktie nur noch 13 Centavos (circa vier Eurocent). Unter den 73 an der Börse São Paulo gehandelten Unternehmen war die OXG einst die mit dem sechstgrößten Gewicht. Trotz des Sturzfluges der Papiere von Batistas Unternehmen um 23,53 Prozent schloss die Börse mit einem leichten Plus von 0,15 Prozent ab. In den 45 Jahren des Bestehens der Börse ist dies der erste Fall eines gerichtlichen Insolvenzverfahrens das zur Neuordnung an der Börse kommt.

Die Zukunft von OXG hängt unterdessen davon ab, wie die Firma seine Schulden abzubauen vermag. Im Gespräch sind die Konzessionen für Gas- und Erdölbohrungen, die das OXG noch besitzt. Wahrscheinlich ist auch, dass die Gläubiger den Rücktritt von Eike Batista fordern. Noch im September hatte Batista versucht durch Ausbeutung eines neuen Ölfeldes das Vertrauen von Investoren und Gläubigern zu bekommen (BrasilNews berichtete, 02.09.2013). (ms)