Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff / Copyright: Agência Brasil

Gestern (21.11.) sprach die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff über den „Nationalen Plan für Menschenrechte der Personen mit Behinderungen“ (Plano Nacional dos Direitos da Pessoa com Deficiência)  und äußerte sich in dem Zusammenhang dazu, dass eine besondere Herausforderung darin bestehe, eine Gesellschaft in Brasilien zu schaffen, die Minderheiten nicht ausschließe. Das Wichtigste sei hierbei, die Vorurteile der Menschen aus dem Weg zur räumen.

„Menschen mit Behinderungen können ohne Grenzen leben, sobald es uns gelingt, die Barrieren einzureißen, die die Gesellschaft aufgestellt hat“, teilte Rousseff beim wöchentlichen Programm „Kaffee mit der Präsidentin“ (Café com a Presidenta) mit.

Die Präsidentin erinnerte noch einmal daran, dass durch den Plan bis 2014 Investitionen von 7,6 Milliarden Reais (rund 3,1 Milliarden Euro) vorgesehen sind, um die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen zu verbessern und diese Menschen besser in die brasilianische Gesellschaft zu integrieren. Dabei seien die Maßnahmen an die Bedürfnisse unterschiedlicher Gruppen angepasst, so zum Beispiel an Menschen mit geringem Einkommen, Menschen, die keine Beschäftigung haben sowie Kinder und Jugendliche, die nicht zur Schule gehen.

Nicht nur die Schulförderung und die Ausstattung von Lehreinrichtungen solle verbessert werden, es stehe auch der Bau von 45 Rehabilitierungszentren auf dem Plan, die Personen mit geistigen, physischen, visuellen und auditiven Behinderungen unterstützen sollen.

Alle Häuser des Wohnungsprogramms „Mein Haus, mein Leben 2“ (Minha Casa, Minha Vida 2) sollen so angepasst werden (breitere Flure und Bäder), um Behinderten die Fortbewegung zu erleichtern.

Des Weiteren wurden Kredite genehmigt, die für den Erwerb von technischen Hilfsmitteln wie motorisierten Rollstühlen eingesetzt werden können. (ds)