Bis heute findet im Rahmen der internationalen Fair-Trade Woche die Fair-Trade-Messe in Rio de Janeiro statt / Copyright: Semana Mundial do Comércio Justo e Solidário
Bis heute findet im Rahmen der internationalen Fair-Trade Woche die Fair-Trade-Messe in Rio de Janeiro statt / Copyright: Semana Mundial do Comércio Justo e Solidário

Bis heute findet im Rahmen der internationalen Fair-Trade Woche die Fair-Trade-Messe in Rio de Janeiro statt / Copyright: Semana Mundial do Comércio Justo e Solidário

Seit gestern findet die internationale Fair-Trade-Messe (Salão Mundial do Comércio Justo e Solidário) in Rio de Janeiro statt, die im Rahmen der ersten internationalen Fair-Trade-Woche organisiert wurde. Unterstützt wird die Veranstaltung vom Nationalen Wirtschaftssekretariat des Arbeitsministeriums MTE (Ministério do Trabalho e Emprego) und des Rathauses Rio de Janeiros. Die Messe ist ein Beispiel für die Zusammenarbeit von Kleinproduzenten auf nationaler und internationaler Ebene. 150 Produzenten aus brasilianischen Regionen und verschiedenen Ländern stellen ihre Produkte dort vor.

„In der ganzen Welt versuchen Kleinproduzenten der Gesellschaft eine neue Entwicklungsform zu präsentieren, eine neue Art von Wirtschaft, die den Menschen und die Umwelt stärker wertschätzt. Es ist eine Möglichkeit, faire Produkte auf der Welt und für die Bevölkerung zu produzieren. Heutzutage ist es einfacher, in einem Netzwerk zusammenzuarbeiten. Durch die Technik gelingt es uns, die Entfernungen zu minimieren und so ist es möglich, sich auszutauschen und sich zusammen und global zu organisieren“, so erklärt Vinícius Assumpção, Gemeindesekretär für wirtschaftliche Entwicklung.

Für viele Produzenten sei der Faire Handel ein Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und die Armut und ein Hoffnungsschimmer, ihren Lebensunterhalt auf diese Weise zu bestreiten. So sind unter anderem Vertreter aus Nepal, Palästina, aber auch aus anderen lateinamerikanischen Ländern wie Peru anwesend. Das Angebot ist vielfältig und reicht von Kunsthandwerk, Puppen, Kleidung, Tees, Ölen, Gewürzen bis hin zu Pflanzensamen und Früchten.

Das Konzept des Fairen Handels sehe vor, ein Netzwerk aus Kleinproduzenten zu schaffen, die gemeinsam ihre Produkte auf größere Märkte bringen können, kommentiert der Guatemalteke Marvin López García, Repräsentant des Verbandes für Kleinproduzenten und Fairen Handel in Lateinamerika und in der Karibik CLAC (Coordenadora Latino-Americana e do Caribe de Pequenos Produtores de Comércio Justo). „Wir sind eine Plattform, die 21 Länder repräsentiert, mit 15 Lebensmittelprodukten im Sinne des Fairen Handels. Wir müssen stärker werden, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden und wir müssen direkte Verbindungen mit den Exporteuren schaffen. Das wird nur eine Zukunft haben, wenn die Kleinproduzenten zusammenarbeiten und sich besser organisieren.“ (ds)