Die ANATEL ist bemüht, die Dienstleistungen bei Internetanbietern stetig zu verbessern / Copyright: Agência Brasil
Die ANATEL ist bemüht, die Dienstleistungen bei Internetanbietern stetig zu verbessern / Copyright: Agência Brasil

Die ANATEL ist bemüht, die Dienstleistungen bei Internetanbietern stetig zu verbessern / Copyright: Agência Brasil

Seit vergangenem Samstag (01.11.) müssen brasilianische Internetanbieter garantieren, dass im Durchschnitt 80 Prozent der vertraglich vereinbarten Internetgeschwindigkeit den Nutzern gewährleistet wird. Diese Maßnahme ist Teil eines Plans, der vor zwei Jahren von der Nationalen Telekommunikationsagentur ANATEL (Agência Nacional de Telecomunicações) aufgestellt wurde, mit dem Ziel die Mindestgeschwindigkeit von festen Internetanschlüssen und mobilem Breitband stufenweise zu erhöhen.

Laut Regelungen der ANATEL müsse die minimale Momentangeschwindigkeit (Up- und Download zum Zeitpunkt der Internetnutzung durch den User) aktuell mindestens 40 Prozent der im Vertrag festgelegten Geschwindelt betragen. Der Plan der ANATEL ist seit 2012 gültig, mit einer durchschnittlichen Mindestgeschwindigkeit von 60 Prozent, im vergangenen Jahr stieg diese auf 70 Prozent an. Die minimale Momentangeschwindigkeit startete mit 20 Prozent, erreichte 2013 30 Prozent und liegt nun bei 40 Prozent. Vor der Regelung lag sie nur bei 10 Prozent des im Vertrag abgeschlossenen Wertes.

Um sicherzustellen, dass die Unternehmen die Zielwerte auch einhalten, werden im Falle von festen Internetanschlüssen willkürlich bei freiwilligen Nutzern Tests durchgeführt. Dabei erfasst man Daten wie die Momentangeschwindigkeit und die durchschnittliche Geschwindigkeit, die Zeit der Datenübertragung, Instabilität, Dienstverfügbarkeit und Fehler bei Qualität und Verbindung.

Bei mobilen Breitbandverbindungen wird die Qualität in Schulen überprüft, die durch das sogenannte „Breitbandprojekt in städtischen öffentlichen Schulen“ (Projeto Banda Larga nas Escolas Públicas Urbanas) abgedeckt werden. (ds)