Der brasilianische Kommunikationsminister Paulo Bernardo verteidigt den vorzeitigen Ausbau der Internetverbindungen im Norden Brasiliens / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Kommunikationsminister Paulo Bernardo verteidigt den vorzeitigen Ausbau der Internetverbindungen im Norden Brasiliens / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Regierung entschied, den Ausbau des Infrastrukturnetzes der nördlichen Region Brasilien auf das kommende Jahr vorzuziehen, damit auch diese Region besseren Internetzugang haben wird. Die Initiative ist Bestandteil des Nationalen Programms für Breitbandverbindungen (Programa Nacional de Banda Larga, kurz: PNBL), das in Hinsicht auf die Fußball-WM 2014 und die Olympischen Spiele 2016 ins Leben gerufen wurde. Das Kommunikationsministerium teilte gestern (14.12.) mit, dass man dem staatlichen Telekommunikationsunternehmen TELEBRAS 62,5 Millionen Reais (rund 25,5 Millionen Euro) zur Verfügung stellen werde, damit es die Projekte des PNBL vorantreiben könne.

Ursprünglich sollte das Netz im Norden Brasiliens erst ab 2014 ausgebaut werden, allerdings erreichten Parlamentsmitglieder der Region durch Druck auf die brasilianische Regierung die Änderung der Pläne. Der Kommunikationsminister Paulo Bernardo bestätigte, dass es ein richtiger Schritt sei, die Vorhaben vorzuziehen, da es sich um eine Region Brasiliens handele, die stärkere Unterstützung brauche.

Laut Voraussagen sollen im kommenden Jahr demzufolge zwei Millionen Haushalte in 51 Städten mit dem Internet verbunden werden. Für das Jahr 2013 sind 36 und für 2014 127 Städte geplant. „Wir glauben nicht, dass durch diese Maßnahmen alle Probleme gelöst werden, aber mit Sicherheit wird die Kapazität der Infrastruktur erhöht und damit auch die Angebote von Serviceleistungen“, so Bernardo. (ds)