Im Baugewerbe werden die Investitionen 2015 gegenüber diesem Jahr voraussichtlich von 45 auf 34 Prozent sinken. / Copyright: Wikimedia Commons, Gaf.arq
Im Baugewerbe werden die Investitionen 2015 gegenüber diesem Jahr voraussichtlich von 45 auf 34 Prozent sinken. / Copyright: Wikimedia Commons, Gaf.arq

Im Baugewerbe werden die Investitionen 2015 gegenüber diesem Jahr voraussichtlich von 45 auf 34 Prozent sinken. / Copyright: Wikimedia Commons, Gaf.arq

Das Geschäftsumfeld in Brasilien hat sich 2014 gegenüber 2013 verschlechtert, wie die Universität Fundação Getulio Vargas (FGV) in einer aktuellen Studie berichtet. Laut der Umfrage bezüglich der Investitionen in vier Wirtschaftssektoren (Industrie, Dienstleistungen, Handel und Bau) sind die Investitionen in allen vier Sektoren in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Die rund 4.000 befragten Unternehmen gaben zudem an, im kommenden Jahr weniger Mittel für Investitionen zur Verfügung zu haben.

In der Industrie haben 31 Prozent der Unternehmen in diesem Jahr ihre Investitionen gesenkt, im vergangenen Jahr waren es nur 25 Prozent. Gleichzeitig tätigten 2013 noch 40 Prozent Ausgaben, in diesem Jahr waren es nur 38 Prozent. Eine ähnliche Situation zeigt sich im Dienstleistungssektor. Hier stiegen die Einsparungen von 10 auf 15 Prozent an. Im Baugewerbe beläuft sich der Anteil der Sparer mittlerweile auf 24 Prozent (vormals 17 Prozent), während die geplanten Investitionen von 33 auf 26 Prozent gesunken sind.

Im Handel konnte die FGV eine etwas bessere Situation feststellen. Obwohl der Anteil der Unternehmen, die den Gürtel enger schnallen wollen, von sechs auf zwölf Prozent angestiegen ist, gaben mehr Unternehmen an in diesem Jahr investieren zu wollen: Der Anteil stieg im Vergleich zu 2013 von 42 auf 49 Prozent an.

Für das kommende Jahr glaubt die FGV, dass sich die „schwache aktuelle Wirtschaftsleistung“ in einem Rückgang der Ausgaben widerspiegeln wird. Laut der Umfrage werden die Investitionen 2015 im Vergleich zu diesem Jahr voraussichtlich in der Industrie von 47 auf 41 Prozent sinken, im Dienstleistungssektor von 48 auf 45 Prozent und im Baugewerbe von 45 auf 34 Prozent. Im Handel werden die Investitionen wahrscheinlich von 63 auf 53 Prozent sinken. (ls)

Quelle: Agência Brasil