Logo der Staatskasse Brasiliens / Copyright: Tesouro Nacional

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In den nächsten Tagen wird die brasilianische Staatskasse 950 Millionen Reais (ca. 390,5 Millionen Euro) in zwei Banken investieren, so teilte gestern (22.12.) Finanzminister Guido Mantega mit. 450 Millionen Reais gehen an die Bundeswirtschaftsbank (Caixa Econômica Federal) und 500 Millionen Reais an die Nationale Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social, kurz: BNDES).

Die Genehmigung für die Übertragung der Ressourcen sei bereits vorhanden und müsse laut Mantega heute oder spätestens Anfang nächster Woche im Bundesanzeiger Diário Oficial da União veröffentlicht werden.  Diese Investitionen würden es erlauben, dass die Banken die Erteilung von Krediten erweitern können, ohne die Kapitalgrenzen der Zentralbank zu belasten.

„Diese Vorgehensweise ist notwendig, damit die Banken ihre Reserven hinsichtlich des Minimalkapitals erhalten und sich an die verschärften Regeln anpassen, die in einigen Jahren gelten werden“, so Mantega.

Die BNDES erhält nun schon zum zweiten Mal in diesem Monat Unterstützung. Die Staatskasse hatte der Bank am 15. Dezember bereits 15 Milliarden Reais (rund 6,2 Milliarden Euro) als Darlehen zur Verfügung gestellt. Diese Ressourcen seien Teil der 55 Milliarden Reais, die im März dieses Jahres angekündigt wurden.

Die neuen Gelder unterscheiden sich allerdings von denen, die bereits Anfang dieses Jahres zugesichert wurden. Die 500 Millionen Reais werden nicht als Staatsanleihe vergeben, sondern direkt als Kapital der Institution zur Verfügung gestellt, ohne eine Forderung nach Rückerstattung. (ds)