Gesundheitsminister Alexandre Padilha / Copyright: Agência Brasil

Gesundheitsminister Alexandre Padilha / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Gesundheitsminister Alexandre Padilha bestätigte gestern (20.09.), dass die Neustrukturierung des Gesundheitswesens in Brasilien (Sistema Único de Saúde, kurz: SUS) und somit die Verbesserung der Qualität in den nächsten Jahren 45 Milliarden Reais (rund 18 Milliarden Euro) in Anspruch nehmen werde.

Wenn Brasilien ein vergleichbares Niveau wie seine südamerikanischen Nachbarländer Chile und Argentinien erreichen möchte, sei es nötig, diesen Betrag in das Gesundheitswesen zu investieren, so Padilha. Politische Maßnahmen müssten geschaffen werden, um steigende Investitionen im öffentlichen Bereich zu garantieren.

Für die Finanzierung des Gesundheitswesens soll nun eine neue Steuer eingeführt werden (Contribuição Social para a Saúde, kurz: CSS), über die heute abgestimmt wird.

Marco Maia, Präsident des Abgeordnetenhauses, halte die Einführung der Steuer CSS oder jeglicher anderer Formen der Finanzierung des Gesundheitswesens für unmöglich. Man könne allerdings einen Prozess initiieren, in dem alternative Quellen der Finanzierung diskutiert werden.

Padilha und Maia wohnten gestern der Versammlung der Allgemeinen Kommission des Abgeordnetenhauses (Comissão Geral da Câmara dos Deputados) bei, in der der Gesetzesvorschlag Emenda 29 thematisiert wurde. Die Emenda 29 sehe öffentliche Pflichtabgaben für das Gesundheitswesen vor. (ds)