Die brasilianische Erdölplattform P-52 vor Angra dos Reis / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Erdölplattform P-52 vor Angra dos Reis / Copyright: Agência Brasil

Die Förderung von Erdöl aus dem sogenannten Pré-Sal, einer Salzschicht im Meer vor der brasilianischen Küste, soll das Wachstum verschiedener Sektoren der Industrie Brasiliens ankurbeln und bis 2020 über zwei Millionen Arbeitsplätze schaffen. Im Pré-Sal sollen gewaltige Erdöl-Vorkommen in der Tiefsee vorhanden sein, die teilweise unter einer bis zu mehreren Kilometer dicken Salz- und Gesteinsschicht in der Erde liegen.

Gestern (16.08.) stellte der Generaldirektor der Brasilianischen Organisation für Ölindustrie (Organização Nacional da Indústria do Petróleo, kurz: ONIP), Eloi Fernández e Fernández, eine Studie zu diesem Bereich der Erdölgewinnung vor.

Laut Fernández würde die Industrie Brasiliens bis 2014 besonders stark in die Erdölförderung investieren. 62% der geplanten Gelder für die nächsten vier Jahre (611 Mrd. R$) sollen in diesen Sektor fließen. Des Weiteren werden die meisten Investitionen dem brasilianischen Mineralölunternehmen Petrobras zugutekommen. Der Staatshaushalt halte bis 2015 ein Budget mit 270 Mrd. US$ bereit und sehe die Einstellung von mehr Angestellten vor. Fernández zufolge könne man mit dem Schaffen von über zwei Millionen Arbeitsplätze rechnen, sollten auch andere Unternehmen im Erdölsektor ihre Kapazitäten erweitern.

Der Präsident der Petrobras, José Sergio Gabrielli, bestätigte ebenso diese Vorhaben der Regierung und fügte hinzu, dass ein Plan zum Ankurbeln der Erdöl- und Gasindustrie geschaffen werden solle, um das Wachstum dieses Sektors in Brasilien in den nächsten Jahren voranzutreiben. (ds)