Bei der öffentlichen Anhörung wurde gestern die provisorische Maßnahme 595, die MP der Häfen, analysiert / Copyright: Agência Brasil
Bei der öffentlichen Anhörung wurde gestern die provisorische Maßnahme 595, die MP der Häfen, analysiert / Copyright: Agência Brasil

Bei der öffentlichen Anhörung wurde gestern die provisorische Maßnahme 595, die MP der Häfen, analysiert / Copyright: Agência Brasil

Der Ministerpräsident des Sekretariats für Häfen SEP (Secretaria de Portos), Leônidas Cristino, teilte gestern (20.03.) mit, dass die provisorische Maßnahme (MP) 595, auch „MP der Häfen“ genannt, ausschlaggebend für die Erhöhung der Kapazitäten brasilianischer Häfen sei und damit auch der erhöhten Nachfrage bei Exporten und Importen im Land gerecht werden kann. Derzeit betrage die Kapazität der Häfen 370 Millionen Tonnen. Im Jahr 2015 sollen es schließlich 373 Tonnen sein.

Durch die MP wird die Eröffnung von mehr privaten Terminals ermöglicht, die Verantwortlichkeit der Planung der Hafensysteme soll der SEP übertragen werden. „Früher hat jeder Hafen seine eigene Planung gemacht, ohne sich nach den anderen Häfen im Land zu richten. Das erschwerte die ganzheitliche Planung im Land. Mit der MP stellen die Häfen zwar weiterhin ihre Pläne auf, diese müssen aber von der SEP genehmigt werden“, so erklärt Cristino.

Auch hob er die wichtige Rolle der Nationalen Hafenkommission CONAPORTOS (Comissão Nacional de Autoridade dos Portos) hervor, da diese die Aktivitäten der Bundespolizei, der Agentur zur sanitären Überwachung ANVISA (Agência Nacional de Vigilância Sanitária) und der brasilianischen Bundesfinanzverwaltung (Receita Federal) mit den maritimen Terminals abstimmen werde. „Das ist sehr wichtig, um die Bürokratie in den Hafengebieten bedeutend zu verringern.“

Laut Angaben des stellvertretenden Generaldirektors der Nationalen Agentur für Wassertransporte ANTAQ (Agência Nacional de Transportes Aquaviários), Pedro Brito, habe die MP als Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit zwischen den Häfen zu steigern und die Leitung effizienter zu gestalten. Die Hauptprobleme würden vor allem beim Zugang zum Festland, bei der komplizierten Bürokratie, bei der fehlenden Autonomie der Hafenbehörden und der fehlenden professionellen Leitung liegen.

Für Roberto Dantas, Leiter der Planungsabteilung des Ministeriums für Entwicklung, Industrie und Außenhandel, seien die Maßnahmen an den Häfen eine Strategie für das Wachstum der heimischen Wirtschaft und um Produkte auf dem internationalen Markt besser vermarkten zu können. (ds)