Unterzeichnung des Vertrags zur Überwachung des Amazonasgebietes / Copyright: Agência Brasil
Unterzeichnung des Vertrags zur Überwachung des Amazonasgebiets / Copyright: Agência Brasil

Unterzeichnung des Vertrags zur Überwachung des Amazonasgebiets / Copyright: Agência Brasil

Der Amazonasfonds (Fundo Amazônia) wird 23,693 Millionen Reais (ca. 7,88 Millionen Euro)  in die Überwachung der Waldflächen bei den Ländern investieren, die wie Brasilien Mitglieder des Kooperationsvertrages des Amazonasgebiets (Organização do Tratado de Cooperação Amazônica, kurz: OCTA) sind. Die Initiative ist Teil der Maßnahmen, um bessere Kontrolle über unerlaubte Abholzung der Wälder zu erlangen sowie über die Nutzung der Flächen der Mitgliedsstaaten. Im Vertrag arbeiten Brasilien, Bolivien, Kolumbien, Ecuador, Guinea, Peru, Suriname und Venezuela zusammen.

Brasilien erhält schließlich die Aufgabe, die Satellitenbilder des Nationalen Weltraumforschungsinstituts INPE (Instituto Nacional de Pesquisas Espaciais) an die anderen Länder weiterzuleiten. Außerdem ist es für den Bau von Überwachungsstationen und für die Fortbildung von Personal verantwortlich. Das Projekt soll fünf Jahre dauern. Für den Juristen und Diplomaten Luiz Alberto Figueiredo Machado sei die Initiative grundlegend für die Erhaltung des Amazonasgebiets und trage gleichzeitig zu besseren Bedingungen des Weltklimas bei sowie zur Erhaltung der Artenvielfalt.

Bei der gestrigen Unterzeichnung des Kooperationsvertrages waren außer Figueiredo Machado die Umweltministerin Izabella Teixeira, der Direktor der Entwicklungsbank BNDES (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social), Guilherme Lacerda, der Generalsekretär des OCTA, Robby Ramlakhan, sowie die Botschafterin von Norwegen, Aud Marit Wiig, teil. Von Norwegen erhält der Amazonasfonds die meisten Spenden. (ds)