Der Generalkoordinator für Angelegenheiten der öffentlichen Schulden, José Franco de Morais. / Copyright: Agência Brasil

Die Abstufung Brasiliens hat bislang nicht dem Interesse von ausländischen Investoren an den Schuldanleihen Brasiliens geschadet, erklärt der Generalkoordinator für Angelegenheiten der öffentlichen Schulden, José Franco de Morais. Es sei bis heute kein Austritt von Investoren in den Tagen nach der Abstufung durch Standard & Poor’s festzustellen gewesen.

„Wir kennen noch nicht die abschließenden Daten vom September, wir gehen allerdings bis zu diesem Moment davon aus, dass alles bleibt wie gehabt.“

Stattdessen sei ein Anstieg der Nachfrage von ausländischen Investoren zu beobachten, angelockt von der Möglichkeit eines größeren Ertrags. „Aufgrund des hohen Dollarkurses und der hohen Zinsen bereiten sich derzeit viele Investoren darauf vor, weitere Anleihen zu erwerben.“ Dabei würden die Investoren allerdings ihre Titel mit Langzeitziel gegen Papiere eintauschen, die nur kurze Zeit Gültigkeit haben.

Die genauen Zahlen über die öffentliche Schuldenlast im September werden erst Ende Oktober veröffentlicht. Nach den Zahlen vom August, die kürzlich veröffentlicht wurden, hielten ausländische Investoren 488,51 Milliarden Reais an inländischen Schuldanleihen, was einem Anteil von 19,14 Prozent an den Gesamtanleihen entspricht. (ls)

Quelle: Agência Brasil