Marcio Pochmann, Präsident des IPEA / Copyright: Agência Brasil

Marcio Pochmann, Präsident des IPEA / Copyright: Agência Brasil

In São Paulo wurde gestern die 17. Ausgabe des Familienerwartungsindex (Índice de Expectativas das Famílias, kurz: IEF) vorgestellt. Die Resultate der Studie beziehen sich auf Dezember 2011 und wurden vom Präsidenten des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (Instituto de Pesquisa Econômica Aplicada, kurz: Ipea), Marcio Pochmann, erläutert.

Der IEF Studie, die monatliche in etwa 3.810 Haushalten und 200 Gemeinden vom IPEA durchgeführt wird, stellt die Einschätzung brasilianischer Familien zur sozioökonomischen Situation des Landes sowohl für das nächste als auch für die nächsten fünf Jahre dar. Weiterhin umfasst der Index unter anderem Einschätzungen der befragten Familien zur nationalen Wirtschaftssituation, zu vergangenen und bevorstehenden finanziellen Konditionen, zu Konsumentenentscheidungen, zur Verschuldung und zu Möglichkeiten zum Schuldenausgleich sowie zur Arbeitsmarktsituation.

Laut den gestrigen Veröffentlichungen der Daten stieg der Index im Dezember auf 67,2 Punkte (im November 63,7 Punkte) an. Auf einer Scala von 0 bis 100, und im Vergleich zum Vormonat November, deute dieser Wert auf wachsenden Optimismus hin.

Regionale Unterschiede sind jedoch auffallend: während der Mittlere Osten des Landes die besten Erwartungen aufweist (77,4 Punkte), kommt der Süden an zweiter Stelle mit 70,3 Punkten, gefolgt vom Südosten (66,9 Punkte). Der Norden stellt mit 62,4 Punkten nach dem Nordosten (64,1 Punkte) das Schlusslicht dar.

Im Gegensatz zu 60,1 Prozent im November glaubten im Dezember 64,4 Prozent der Familien, dass sich die Konditionen des Landes in den nächsten zwölf Monaten verbessern werden. Knapp drei Viertel der Familien gaben an, heute finanziell sicherer dazustehen als noch vor einem Jahr (November: 74,4 Prozent). Auch für die zukünftige finanzielle Situation äußerten 86,6 Prozent der Familien sich positiv, 4 Prozent mehr als noch im November. (jv)