Das Institut für angewandte Wirtschaftsforschung veröffentlichte neue Daten über die brasilianische Wirtschaft / Copyright: IPEA
Das Institut für angewandte Wirtschaftsforschung hat eine neue Studie über die Möglichkeiten am brasilianischen Arbeitsmarkt herausgebracht / Copyright: Agência Brasil

Das Institut für angewandte Wirtschaftsforschung hat eine neue Studie über die Möglichkeiten am brasilianischen Arbeitsmarkt herausgebracht / Copyright: Agência Brasil

Laut der neuen Studie über Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt, die das brasilianische Institut für angewandte Wirtschaftsforschung IPEA (Instituto de Pesquisa Econômica Aplicada) gestern (03.07.) bekanntgab, habe der Bereich der Informationstechnologie (IT) das größte Potential. Im untersuchten Zeitraum zwischen 2009 und 2012 waren von den 300.000 neuen Stellen 49.500 aus dieser Branche zu verzeichnen. Unter den Bereichen, die in den letzten Jahren mehr Arbeitsplätze angeboten haben, waren die Krankenpflege (27.200) sowie Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, Marketing und Geschäftsentwicklung (20.800).

In Bezug auf die Höhe der Gehälter habe das Institut die größten Fortschritte bei den Kriminalsachverständigern mit einem Anstieg von 523,7 Prozent verzeichnet. Zu erklären sei dieses Phänomen mit der größeren Wertschätzung von Berufszweigen im öffentlichen Dienst. An zweiter Stelle stehen Angestellte im Sicherheitsdienst (+174,4 Prozent), an dritter Stelle Steuerprüfer bei Sozialversicherungen. Die größten Lohneinbußen hatten wiederum Polizeiangestellte (-64,4 Prozent), Umweltingenieure (-52,6 Prozent) und Küchenchefs (-37,3 Prozent).

Was technische Studiengänge betreffe, so gab es die meisten Studienplätze im Gesundheitswesen. In diesem Sektor wurden 100.000 Arbeitsplätze geschaffen, also 25 Prozent der gesamten 400.000 Stellen bei technischen Berufen. Im Energiewesen gab es 50.000 neue Arbeitsplätze und im Handel etwas mehr als 40.000.

Laut Angaben der verantwortlichen Fachkräfte der Studie seien solche Statistiken für die Politik hinsichtlich der größten Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt für die verschiedenen Qualifikationen wichtig. Auch für die Mitbürger seien derartige Erhebungen von Bedeutung, um zu wissen, in welchem Bereich die meisten Arbeitsplätze aktuell entstehen. (ds)