Der IWF korrigiert seine Konjukturprognosen für Europa und die Welt drastisch nach unten  / Logo des IWF / Copyright: International Monetary Fund

Der IWF korrigiert seine Konjukturprognosen für Europa und die Welt drastisch nach unten / Logo des IWF / Copyright: International Monetary Fund

Der Internationale Währungsfond (IWF) korrigierte aufgrund der Schuldenkrise seine Wachstumsprognose für Europa und die Welt stark nach unten. Das wurde gestern (24.01.) im Bericht „Perspektiven der Weltwirtschaft“ in Washington bekanntgegeben.

Für Brasilien sagt der IWF ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent in diesem Jahr voraus, dieses liegt unter dem Wachstumsausblick für die Weltwirtschaft (3,3 Prozent). 2010 lag der Wert für Brasilien bei 7,5 Prozent, deutlich höher als der der Weltwirtschaft (5,2 Prozent).

Die aktualisierten Werte sind vor allem aufgrund der Verschlechterung der Wirtschaftslage in der Eurozone zurückzuführen, was mit finanziellen Schwächen in anderen Ländern einhergehe.

Laut des IWF würde die Krise in Europa sich auch auf die Schwellenländer negativ auswirken. „Das Wirtschaftswachstum in Schwellenländern wird ebenso aufgrund der Verschlechterung der externen Lage zurückgehen und die Nachfrage im Land drücken“, so der Bericht.

Die vorherige Voraussage für das Weltwirtschaftswachstum wurde im vergangen Jahr veröffentlicht und sah eine Steigerung von vier Prozent vor, für 2013 von 3,9 Prozent. Für die Eurozone sagt der Bericht jetzt eine Rezession von 0,5 Prozent für 2012 voraus. Die ersten Prognosen lagen noch bei einem Wachstum von 1,1 Prozent. Auch für das kommende Jahr prognostizierte der IWF nur einen leichten Anstieg von 0,8 Prozent.

Des Weiteren warnte der IWF vor Verlusten bei Banken und auch vor dem Fehlen von effizienten Maßnahmen zur Wiederherstellung des finanziellen Gleichgewichts in den europäischen Ländern. (ds)