Der Hauptsitz des IWF / Copyright: Wikipedia, Creative Commons

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Gestern (03.08.) veröffentlichte der Internationale Währungsfonds (IWF) seinen Bericht über Brasiliens wirtschaftliche Entwicklung. Zu den zentralen Ergebnissen gehört, dass Brasilien in den vergangenen zehn Jahren beachtliche Fortschritte gemacht habe. Dank einer soliden Struktur der Wirtschaftspolitik und der Verbindlichkeit, mit der die Inflation kontrolliert werde, sei die Wirtschaft gegen externe Einflüsse resistenter geworden, heißt es in der Analyse.

Dem Vorstand des IWF zufolge stehen die wirtschaftlichen Faktoren für Brasilien günstig. Dennoch sollte sich laut der internationalen Organisation, die Regierung insbesondere auf die Entwicklung der Kredite konzentrieren. Die Expansion der Kredite hält an, jedoch seien die Darlehen häufig von Aufnahmen externer finanzieller Mittel abhängig.

Kredite machten dem Bericht zufolge im Jahr 2004 20% des Bruttoinlandsproduktes aus, dieser Wert stieg im April 2010 auf 46% an. Ein weiterer Aspekt der Analyse sind die Bedingungen des Arbeitsmarktes, die laut der Organisation überprüft werden sollten.

Die Empfehlung des IWF ist aus mittel- und langfristiger Sicht strukturelle Reformen durchzuführen, welche die Steuern der Warenzirkulation und Dienstleistungen betrifft (Imposto sobre Circulação de Mercadorias e Serviços, kurz: ICMS). Weiterhin schlägt die Organisation vor, den Leitzins zu senken und damit die Wettbewerbsfähigkeit Brasiliens zu steigern. (gp)